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Gesicherte Lebensgrundlagen

Zum Überleben brauchen Menschen ausreichend Nahrung, sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf. Deshalb unterstützt die Dreikönigsaktion - Hilfswerk der Katholischen Jungschar (DKA) nachhaltige Landwirtschaft und einkommensschaffende Initiativen. Der Zugang zu Ressourcen muss gerechter, ihre Nutzung nachhaltiger werden! Die DKA fordert und fördert faire Wirtschafts- und Handelsstrukturen, sowie zukunftsfähige Lebensstile. Als theoretische Rahmen hierfür dienen der Sustainable Livelihoods Framework, das Konzept der Ernährungssouveränität und menschenrechtsbasierte Ansätze.

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Wir setzen Zeichen - Positionen

Menschen und ihre Potentiale ins Zentrum stellen – Möglichkeiten erweitern

Auf vielfältige und kreative Weise schaffen es Menschen auch unter schwierigen Bedingungen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die DKA unterstützt sie, sich ihrer Stärken und Potentiale bewusst zu werden, um selbstbestimmt ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

Ernährung den Vorrang geben - Nahrungsmittel sind kein Spekulationsgut

Ernährung ist ein grundlegendes Menschenrecht, das durch Hunger und Unterernährung verletzt wird. Diesem Recht ist höchste Priorität einzuräumen und Fragen der Agrar- und Lebensmittelpolitik müssen demokratischer entschieden werden. Verlässliche und faire Preise für landwirtschaftliche Produkte sind für Produzenten/innen und Konsumenten/innen gleichermaßen wichtig.

Ressourcen ganzheitlich sehen - Zugang zu Land, Wasser und Saatgut ermöglichen

Ressourcen haben für Menschen eine soziale, kulturelle und religiöse Bedeutung und dürfen nicht auf ihre ökonomische Funktion reduziert werden. Die DKA setzt sich für den fairen Zugang aller Menschen zu den notwendigen Ressourcen ein, damit sie ihren Lebensunterhalt sichern und aktiv ihre Situation und ihr Umfeld zum Besseren verändern können.

Natur als Schöpfung nachhaltig bewahren - für zukunftsfähige Lebensstile eintreten

Im religiös-christlichen Verständnis der DKA ist die Erde gute Schöpfung und ein Geschenk Gottes. Ihr mit Respekt zu begegnen, sie zu bewahren und das Leben auf ihr zu schützen, ist ein wichtiger Auftrag der Kirche. Ein ressourcenverschwendender und auf Massenkonsum basierender Lebensstil ist weder im globalen Norden noch im Süden zukunftsfähig.

Ungerechte Strukturen hinterfragen - an deren Veränderung mitwirken

Eine Neuverhandlung von Regeln zugunsten von derzeit armen und benachteiligten Menschen ist absolut notwendig. Durch Empowerment versucht die DKA einen Beitrag zu leisten, dass benachteiligte Mitglieder der Gesellschaft(en) befähigt werden, ihre Rechte selbst einzufordern.

Geschlechterverhältnisse in den Blick nehmen - die Situation von Frauen verbessern

Die Verteilung von Rollen, Aufgaben, Pflichten, Verfügungsmacht und Verantwortung sind hinsichtlich der Lebensgrundlagen von enormer Bedeutung. Die DKA setzt sich für mehr Gerechtigkeit in den Geschlechterbeziehungen ein und versucht der Benachteiligung von Frauen durch spezifische Förderung entgegenzuwirken.

Gemeinschaft und Kooperation stärken - Gemeinwohl fördern

Die DKA tritt für eine Förderung von Solidarität, Gemeinschaftlichkeit und Gemeinwohl ein. Auf lokaler, nationaler und globaler Ebene muss der wachsenden Ungleichheit in der Verteilung von Gütern, Macht und Mitbestimmungsmöglichkeiten durch Umverteilungspolitik und gezielter Förderung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen entgegengewirkt werden.

Konfliktsensibel agieren - für aktive Gewaltfreiheit eintreten

Die Verteidigung der natürlichen Ressourcen durch die angestammte Bevölkerung sowie die Forderung nach Zugang von derzeit Ausgeschlossenen birgt enormes Konfliktpotential. Die DKA ergreift eine klare Option für den Frieden und gegen die Gewalt. Friede ist jedoch unserem Verständnis nach eine „Frucht der Gerechtigkeit“ (vgl. Jes 32,17). Die DKA verfolgt in unserem Tun einen konfliktsensiblen Ansatz und versuchen zur friedlichen Transformation von gewaltvollen Konflikten beizutragen.

Handlungsfelder

Bäuerliche Landwirtschaft: ernährungssichernde Produktion

Die DKA fördert Maßnahmen zur Verbesserung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Dabei wird auf agroökologische Methoden und traditionelles, lokales und indigenes Wissen sowie lokale und gemeinschaftsbasierte Innovation gesetzt. Auch die Entwicklung und Verbreitung angepasster Technologien ist dabei ein wichtiger Aspekt.

Verbesserte städtische und ländliche Einkommen: ein spezieller Fokus auf Jugendliche

Die DKA unterstützt Menschen dabei, die nötigen Kompetenzen zu erwerben und Ressourcen zur Verfügung zu haben, um erfolgreich am Wirtschaftsgeschehen teil zu haben und unternehmerisch tätig zu sein. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Förderung von lokalen Wirtschaftskreisläufen und den Zukunftsperspektiven von Jugendlichen.

Natürliche Ressourcen: gerechter Zugang, gemeinschaftliche Verwaltung und nachhaltige Nutzung 

Die DKA trägt zur Verteidigung der Rechte der betroffenen Bevölkerung und des Gemeinwohls angesichts großstrukturierter, privater Ressourcenentnahme und -nutzung bei. Durch industriellen Bergbau, agroindustrielle Großprojekte oder Großinfrastrukturprojekte wie Mega-Dämme werden die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung oftmals gefährdet und ihre Rechte missachtet.
Papier der Bischöfe zu Bergbau

Wasser, Siedlungshygiene und Energie: modellhafte Lösungen und Einfordern von Rechten

In den Bereichen nachhaltige Wasserversorgung, Siedlungshygiene und Energie trägt die DKA mit integrierten Ansätzen direkt zur Realisierung des Menschenrechts auf Wasser und Abwasserentsorgung sowie auf einen angemessenen Lebensstandard bei. Zusätzlich werden benachteiligte Bevölkerungs¬gruppen dabei unterstützt, vom Staat und der internationalen Gemeinschaft die Realisierung ihrer Rechte einzufordern.

Wirtschafts- und Landwirtschaftssysteme: Innovation und Transformation

Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern übt die DKA Kritik an den dominanten neoliberalen Wirtschafts-, Agrar- und Handelsmodellen. Gleichzeitig bringt sich die DKA aktiv in den Diskurs über wirtschaftspolitische Ziele, Modelle und Alternativen ein.

Klimawandel und Katastrophen: Prävention und Bewältigung

Im Sinne globaler Klimagerechtigkeit fordert die DKA die nördlichen Staaten auf, ihre historische Verantwortung für den weltweiten Klimawandel zu übernehmen und ernsthafte Schritte zu dessen Eindämmung zu setzen. Gleichzeitig unterstützt die DKA Maßnahmen zur Anpassung an Klimaveränderungen, damit besonders verletzliche Gruppen den negativen Folgen des Klimawandels nicht schutzlos ausgeliefert sind. 

Ökologisches Bewusstsein und Umweltschutz

Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und gegenseitige Abhängigkeiten sind die Grundlage für einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die DKA unterstützt systemische und holistische Zugänge zum Thema Ökologie, Umweltschutz und Lebensstil.