Der Dreikönigsaktion als Hilfswerk der Katholischen Jungschar (DKA) sind Kinder und Jugendliche im globalen Süden eine wichtige Zielgruppe ihrer Arbeit. Die DKA tritt für die Stärkung der Rechte von Mädchen und Buben sowie weiblichen und männlichen Jugendlichen ein, damit sie selbst ihre Gegenwart und Zukunft in die Hand nehmen können. Der Schwerpunkt liegt dabei, Kindern und Jugendlichen in speziellen Armuts- und Gewaltsituationen Schutz, Unterstützung und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten.

Kinder und Jugendliche im Fokus und den sozialen Kontext im Blick haben
Um eine nachhaltige Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen zu erreichen, braucht es den ganzheitlichen Blick auf ihre Umgebung und deren Förderung: familiäre Systeme, Gemeinschaften etc. Darüber hinaus ist es notwendig, Kinder und Jugendliche bzw. die Auswirkung von Maßnahmen auf ihre Situation querschnittsmäßig durch alle Arbeitsbereiche im Fokus zu haben.
Kinder und Jugendliche als Handelnde ernst nehmen, ihre Rechte anerkennen und ihre Würde stärken
Kinder und Jugendliche sind Träger/innen eigener Rechte, die es zu fördern und schützen gilt und an deren Umsetzung gearbeitet werden muss. Die Expertise von Kindern und Jugendlichen muss genützt werden und wo immer möglich sollen Kinder und Jugendliche in Abläufe, die sie betreffen, miteinbezogen werden.
Qualifizierte Begleitung und Unterstützung sicherstellen
Um Kinder und Jugendliche zu fördern, braucht es Erwachsene, die ausreichend qualifiziert sind, um entwicklungs- und sozialpsychologische Aspekte mit zu bedenken und kontextbezogen zu handeln. Die DKA sieht es als essentiell, dass Erwachsene sich als Beschützer/innen für den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozial-, gesundheits- und bildungspolitischen Leistungen einsetzen, um die soziale Stellung von Kindern und Jugendlichen insgesamt zu stärken.
Kinder und Jugendliche als verschieden und gleichberechtigt fördern
Mädchen und Buben bzw. weibliche und männliche Jugendliche haben unterschiedliche gesellschaftliche Ausgangspositionen, unterschiedliche Bedürfnisse und sind oftmals unterschiedlichen prekären Situationen ausgeliefert. Daher ist es wichtig, geschlechtsbezogen zu arbeiten und darüber hinaus gegen jede Form der Diskriminierung aufzutreten.
Kinder und Jugendliche vor Gewalt schützen
Keine Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist zu rechtfertigen, jede ist vermeidbar. Die DKA lehnt es ab, dass Gewalt als Erziehungsmittel noch vielerorts als adäquat akzeptiert wird. Die DKA sieht Maßnahmen gegen Gewalt in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext: Um hier nachhaltig etwas zu verändern, braucht es Programme im Bereich der Bewusstseinsveränderung, der Gewaltprävention und der Gesetzgebung.
Kinderrechte kultursensibel umsetzen
Die Anerkennung von Vielfalt - in den Denk- und Lebensweisen, sozialen und ökonomischen Ausgangsbedingungen und Chancen - ist eine wichtige Grundlage, um Kinderrechte umzusetzen. Die DKA ist überzeugt, dass ein offener Umgang und eine intensive Auseinandersetzung mit kulturellen Realitäten und mit deren sozialen, ökonomischen und geschichtlichen Ursachen zu äußerst wirksamen Vorgehensweisen führen und mithelfen kann, schädliche kulturelle Traditionen und Praktiken zu überwinden sowie hilfreiche zu stärken.

Kinderrechtsinitiativen und Präventivprogramme
Dazu gehört die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für Kinderrechtsverletzung, das Übersetzen von Kinderrechten in die lokalen Kontexte, anwaltschaftliche Arbeit für die Implementierung der Rechte und die Vernetzung der engagierten Organisationen untereinander. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Präventivprogrammen, die bei struktureller Ursachenbekämpfung ansetzen.
Begleitung von Kindern und Jugendlichen in der Lebenssituation Straße
Die DKA unterstützt eine genaue Analyse des Ursachenzusammenhangs, warum Kinder und Jugendliche auf der Straße leben und fördert Anlaufstellen zur gesundheitlichen und psycho-sozialen Notversorgung. Um Kinder und Jugendliche in dieser Situation andere Lebensperspektiven zu eröffnen, braucht es auch begleitende Maßnahmen für die Integration in eine Gemeinschaft abseits der Straße.
Unterstützung für arbeitende Kinder
Gefördert wird die Unterstützung der Interessen und Anliegen von arbeitenden Kindern, der Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen und Maßnahmen zur Abschaffung von ausbeuterischen und schädlichen Formen der Kinderarbeit.
Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung
Gefördert werden Maßnahmen der Prävention, aber auch der Rehabilitierung und Wiedereingliederung von Opfern und die damit verbundene Nachbetreuung. Die DKA fördert Maßnahmen für eine Kultur des Schutzes von Kindern und Jugendlichen.
Arbeit mit von Kinderhandel Betroffenen
Unterstützt werden Maßnahmen zur Aufarbeitung von Traumata der Opfer, Erarbeitung von Zukunftsperspektiven und Strafverfolgung der Täter. Weiters wird die Arbeit mit Angehörigen verschwundener Kinder unterstützt.
Begleitung von Kindern und Jugendlichen in Krisengebieten und im Konflikt mit dem Gesetz
Dazu gehören Maßnahmen, die die Konfliktfähigkeit der Akteure/innen durch Bildungsmaßnahmen stärken und die Schaffung von Rückzugsräumen aus Gebieten der sozialen Spannung ermöglichen. Außerdem wird die Betreuung von Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt stehen, gefördert.
Arbeit mit von HIV/AIDS und von dessen Auswirkungen betroffenen Kindern und Jugendlichen
Gefördert werden Maßnahmen, die Kindern und Jugendlichen ohne elterliche Fürsorge Orte bieten, wo sie dennoch Kind bzw. Jugendliche/r sein können und sie Betreuung und Bildung vorfinden. Aufklärung und Bildung wird neben weiteren unterstützenden Maßnahmen besonderes Augenmerk geschenkt, um die Verletzlichkeit von Kindern und Jugendlichen zu minimieren.
Maßnahmen zur Überwindung gefährdender Praktiken
Besonders wenn die DKA in Gegenden tätig ist, wo gefährdende Praktiken wie Kinderheirat, gefährdende Initiationsriten oder Genitalverstümmelung verbreitet sind, fördert die DKA ganzheitliche und integrative Programme zur Überwindung dieser Praktiken.
Programme mit dem Fokus auf Mädchen
Da Mädchen von Gewalt- und Armutssituationen besonders betroffen sind, fördert die DKA Maßnahmen, die ihre Situation besonders im Blick haben und deren Verbesserung vorantreiben. Die DKA setzt sich für einen integrierten, geschlechtsspezifischen Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit ein.
