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Sturmläuten für ein gerechtes Klima

Kundgebung der internationalen Kampagne Armut und Klimagerechtigkeit – mit Sturmgeläute von Bischof Dr. Ludwig Schwarz!

Fotos von der Veranstaltung zum Download

Wien, 23. März 2009: Mit einem Umzug durch die Wiener Innenstadt wurde heute das „Sturmläuten für ein gerechtes Klima“ in ganz Österreich eröffnet. Bischof Dr. Ludwig Schwarz SDB übergab die Forderungen der Kampagne an VertreterInnen des Umweltministeriums. Der Linzer Diözesan-Bischof überreichte DI Günter Liebel, Sektionschef für allgemeine Umweltpolitik in Vertretung von BM DI Niki Berlakovich, außerdem eine Glocke, mit der er auf die Dringlichkeit, gegen den Klimawandel aktiv zu werden, aufmerksam machte: „Menschen in Entwicklungsländern leiden schon jetzt unter den Auswirkungen des Klimawandels. Gerade die Ärmsten dieser Welt können sich kaum mehr an die veränderten ökologischen Bedingungen anpassen. Darum ist es höchste Zeit jetzt zu Handeln. Gemeinsam müssen wir für ein faires Klimaabkommen einstehen und die Verantwortung für Gottes Schöpfung übernehmen. Wir läuten heute Sturm für ein Klimaschutzabkommen, das die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt.“

Schwarz – in der Bischofskonferenz zuständig für Entwicklungsfragen – betonte weiters: „Ich habe auch alle österreichischen Pfarren eingeladen, sich uns anzuschließen – am kommenden Sonntag werden daher in vielen Gemeinden um 5 vor 12 die Glocken für ein gerechtes Klima läuten.“

Auf die Dringlichkeit einer massiven Verhaltenänderung wies auch Elango R., Spezialist für Wasser- und Ressourcenmanagement aus Indien, hin: „In unseren Projektregionen sehen wir in den letzten Jahren vielfach schädliche Einflüsse, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Wir erleben unberechenbare und extreme Klimabedingungen.“ Er appellierte deshalb an die politischen EntscheidungsträgerInnen Österreichs: „Unternehmen Sie ernsthafte Anstrengungen, damit die Klimakonferenz in Kopenhagen zu einem fairen Klimaabkommen führt! Eines, das sowohl die Luftverschmutzung drastisch verringert, als auch Unterstützung für die marginalisierten und armen Menschen im globalen Süden sicherstellt.“

Bei der Kundgebung in Wien machten sich rund 50 Personen mit zwei Rikschas, an denen eine große Glocke montiert war, Fahrrädern, Skateboards und zu Fuß auf den Weg vom Stephansplatz zum Umweltministerium. Mit Glocken aller Art wurde dem Anliegen Klimagerechtigkeit Gehör verschafft, Infomaterial an die PassantInnen verteilt sowie Unterschriften gesammelt (Listen online unter http://www.klimafairbessern.koo.at/ zum Download).

Weitere Kampagnenevents finden heute und morgen auch in den Diözesen Graz, Linz, St. Pölten, Eisenstadt und Klagenfurt statt! Die Kampagne „Klima fair bessern“

Menschen in Entwicklungsländern erfahren bereits jetzt die schlimmsten Folgen des Klimawandels, obwohl sie am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Für die Ärmsten der Welt, von denen viele von der Landwirtschaft abhängig sind, kann schon eine kleine Veränderung des Wetters oder der Umwelt verheerende Auswirkungen haben.
Mit dem Aufruf „Klima fair bessern!“ wendet sich die internationale Kampagne Armut und Klimagerechtigkeit der katholischen entwicklungspolitischen Hilfswerke an den österreichischen Umweltminister, damit er folgende Forderungen bei den internationalen Klimaverhandlungen für ein Post-2012- Abkommen vertritt: 

  • Minus 40 Prozent bei Emissionen durch die Industrienationen bis 2020,
      
  • Finanzielle und technologische Unterstützung durch die industrialisierten Länder für Anpassungsmaßnahmen der Entwicklungsländer,
      
  • Anerkennung und Schutz des Rechts auf nachhaltige Entwicklung für Menschen in den Entwicklungsländern.

Setzen Sie ein Zeichen für ein gerechteres Klima...



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