Minus 14% Entwicklungshilfe: Dreikönigsaktion fordert Ende der politischen Ignoranz!
Das siebent reichste Land der Welt – Österreich – hat als einziges Land der DAC-Gruppe der OECD seine Leistungen für Entwicklungszusammenarbeit im Vorjahr nicht erhöht. Der jährliche OECD Bericht belegt einen Rückgang von 14% der staatlichen Gelder für Entwicklungszusammenarbeit!
„Während sich die anderen Länder bemühen ihren Beitrag zur Erreichung der Milleniumsziele zu leisten, haben sich Österreichs Versprechungen als heiße Luft erwiesen“, zeigt sich Mag. Erwin Eder, Geschäftsführer des Hilfswerks der Katholischen Jungschar verärgert. „Fast eine Milliarde Menschen müssen hungern. Der Rückgang der staatlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zeigt die Ignoranz einer Politik, die globalen Herausforderungen wie Armutsbekämpfung nicht gewachsen ist. Die Österreicherinnen und Österreicher zeigen mit Taten, was sie von dieser Kleinhäuslermentalität halten. Wie das Rekordergebnis der letzten Sternsingeraktion (+3,6%!) zeigt, lassen sich die Menschen auch in schwierigen Zeiten ihre Solidarität mit den Menschen in der Dritten Welt nicht nehmen.“
So beeindruckend der Erfolg der SternsingerInnen ist, so beschämend ist die Zurückhaltung des österreichischen Staates, wenn es um die Unterstützung der Entwicklungsländer geht. Entgegen den Versprechungen, die Mittel auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens kontinuierlich zu erhöhen dürften die öffentlichen Mittel in den nächsten Jahren weiter zurückgehen. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar appelliert deswegen an die Bundesregierung, nicht auf Kosten der Ärmsten der Armen zu sparen. Gerade sie sind der globalen Finanzkrise am schutzlosesten ausgeliefert. Das Ziel, bis 2015 0,7 % des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen, um die weltweite Armut entscheidend zurückzudrängen, darf nicht aufgegeben werden. Das sind die reichen Menschen auf der Welt ihren armen Schwestern und Brüder schuldig. "Was wir heute bei der Entwicklungszusammenarbeit einsparen, wird uns in wenigen Jahren teuer zu stehen kommen", befürchtet Eder angesichts der drohenden Verschärfung von Umweltzerstörung und Armutskonflikten.
