Bernhard Obermayr berichtet über die „Solar for Vidharbar“-Aktivitäten von Greenpeace Indien, ein Projekt unterstützt von der Dreikönigsaktion.
Entsprechend der Pläne hat Greenpeace in der letzten Aprilwoche – kurz vor den Parlamentswahlen in dieser Region – die zwei Schulen im Dorf Jalka, Region Vidharabar, mit Solarpanelen ausgestattet und damit diese Schulen mit Strom für Ventilatoren und Computer versorgt. Begleitet war die Aktion von Medienarbeit und politischen Lobbying in Delhi. Begleitet wurde das Team vor Ort von einem Foto- und Videografen.
Die Reaktionen in Jalka waren ausschließlich positiv und es gab spontane Kundgebungen der DorfbewohnerInnen für eine Versorgung des Dorfes mit Solarenergie. Auch politisch wurde von allen großen Parteien auf die Aktivität positiv, wenn auch auf die Zeit nach den Wahlen vertröstend, reagiert. Es kam sofort ein Meeting mit dem Minister für erneuerbare Energien zustande, indem er ein Ökostromgesetz für die nächste Legislaturperiode zusagte. Beide Ziele - eine konkrete Verbesserung der Situation für die SchülerInnen zu erreichen und den Link zwischen erneuerbaren, dezentralen Energien und der konkreten Lebenssituation für die ländlichen Armen herzustellen – wurden erreicht. Der mediale Output blieb – nicht zuletzt durch massive Themenkonkurrenz (großer Terroranschlag in Lahore) – hinter den Erwartungen zurück. Die Geschichte weckt aber immer noch Interesse auch außerhalb Indiens und bietet eine ausgezeichnete Plattform mit der Arbeit für dezentrale Energieversorgung als eine „pro-poor“ Lösung für Indien weiter zu arbeiten. Als follow-up arbeitet Greenpeace Indien gerade an einem integrierten Gesamtansatz für ganze Cluster an Dörfern. Dies soll 2010 im Rahmen eines Modellprojektes (geplant ist dieselbe Region) umgesetzt werden.
Die großzügige Unterstützung der Dreikönigsaktion war für das Gelingen des Projektes von entscheidender Bedeutung. Durch die Unterstützung konnten die Solarpanel weitgehend finanziert werden und damit der Grundstein für die weitere Arbeit gelegt werden.
Im Namen von Greenpeace Indien darf ich mich nochmals herzlich dafür bedanken.
Bernhard Obermayr, Climate Campaign Advisor, Greenpeace India
