Klimaschutz ist das Gebot der Stunde
Spektakuläre Banner-Aktion am Wiener Stephansdom
Wien – Umweltaktivisten von Greenpeace befestigen ein 150 Quadratmeter großes Banner beim Haupttor des Wiener Stephansdoms. Die Aussage lautet kurz und bündig: „Du sollst nicht zerstören deines Nächsten Klima“. Gemeinsam mit der Kampagne „Klima Fair Bessern“ der österreichischen kirchlichen Hilfswerke richtet Greenpeace damit einen flammenden Appell an den morgen in New York startenden Klimagipfel der UNO für ein gerechtes Klimaschutzabkommen. „Die Klimaverhandlungen sind ins Stocken geraten weil Industriestaaten wie Österreich der Verantwortung für den Klimawandel bis heute nicht nachkommen“, erklärt Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace CEE. Die UNO Vollversammlung bietet die letzte Gelegenheit, die gegenseitige Blockade vor der alles entscheidenden Klimakonferenz in Kopenhagen zu durchbrechen.
„Der Stephansdom erinnert uns heute mit dieser ungewöhnlichen Aktion an eine der dringlichsten Fragen unserer Zeit. Unser Lebens- und Wirtschaftsstil geht auf Kosten anderer. Beim Aufbau unseres Wohlstandes haben wir maßgeblich zur Zerstörung des Klimas beigetragen – die Folgen des Klimawandels bekommen vor allem Menschen in Entwicklungsländern zu spüren – in Form von Dürren und Wetterextremen“, begründet Dompfarrer Toni Faber seine Unterstützung der Aktion am Stephansdom.
Um den Entwicklungsländern die Möglichkeit zu geben sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen, müssen die Industriestaaten Geld in die Hand nehmen. Rund 110 Milliarden Euro werden weltweit jährlich notwendig, um der steigenden Meeresspiegel, Ernteausfälle und Verknappung des Trinkwassers Herr zu werden. „Während sich Großbritannien oder die Niederlande bereits zu diesen Zahlen bekannt haben, fehlt aus Österreich eine klare Äußerung. Während die Menschen in den ärmsten Ländern bereits ihre Existenzgrundlage verlieren, hält man sich hier mit Zahlen nobel zurück.“, zeigt sich Greenpeace-Geschäftsführer Egit ungehalten, ob der Ignoranz mancher Regierungsmitglieder.
Die katholischen Entwicklungsorganisationen Österreichs sind tief besorgt, dass die negativen Auswirkungen des Klimawandels die Fortschritte der Armutsreduktion zunichte machen. „Für die Herausforderungen, die der Klimawandel an Entwicklungsländer stellt, braucht es zusätzliche finanzielle Mittel. Diese dürfen keinesfalls auf Kosten bereits eingegangener internationaler Verpflichtungen gehen. Österreich ist gefordert sich diesbezüglich zu bekennen, “ so Toni Faber über die zentrale Forderung der Kampagne „Klima fair bessern!“ Gemeinsam mit Caritas Internationalis ruft die Kampagne Menschen weltweit auf, für Klimagerechtigkeit aktiv zu werden und die Petition zu unterschreiben.
Beim G8-Gipfel im Juli diese Jahres haben sich die Vertreter der größten Volkswirtschaften mit den großen Schwellenländern wie China und Indien darauf geeinigt, dass der Anstieg der globalen Erwärmung so weit wie möglich unter zwei Grad Celsius gehalten werden muss. Das bedeutet eine Treibhausgas-Reduktion um vierzig Prozent bis 2020 gegenüber 1990.“ Beim menschengemachten Klimawandel geht es um Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen und Schwachen. Der Klimaschutz ist damit das Gebot der Stunde“, erklärt Dompfarrer Toni Faber dazu abschließend.
Auch die Parnterorganisation der Dreikönigsaktion Sampari Hukumu Bodol hat in Agartala, Tripura, Nordost Indien an der Aktion für ein gerechtes Klimaabkommen teilgenommen. Hier ihre Presseaussendung:
Tripura indigenous youth join global campaign for a safer world
September 21, 2009: The Indigenous youth of Sampari Hukumu Bodol in Tripura Northeast India, today joined the global Wake-up call to world leaders on climate change by raising alarm on their mobiles and demanding that world leaders come up with a Fair , Ambitious and Binding treaty during the December Copenhagen Meet on climate change.
The youth, dressed in traditional tribal attire, earlier held up posters containing slogans demanding policies that are earth-friendly.
Using the alarm facility on their mobile as a symbolic alarm to wake-up the world leaders, the indigenous youth demanded that people like them that subsist on the earth for survival be kept in mind at the Copenhagen meet.
The campaign was part of the global effort to put pressure on the world leaders to sign a FAB (Fair, Ambitious and Binding) treaty at the Copenhagen 'Make or break' meet.
The program was held at the head office of Sampari Hukumu Bodol at Don Bosco Peace Centre, Agartala.
