Ermordungen von Umweltaktivist/innen in El Salvador!
Am 26. Dezember erschossen Unbekannte die 32-jährige Dora Sorto Recinos im Bezirk Trinidad in der Nähe der Provinzhauptstadt Sensuntepeque. Sie war im achten Monat schwanger und trug ihren zwei Jahre alten Sohn auf dem Arm. Sorto Recinos war Aktivistin des Umweltkomitees Cabañas (CAC).
Dieser Ermordung gingen zwei andere voran. Am 30 Juni 2009 wurde die Leiche vom Umweltaktivisten Gustavo Marcelo Rivera Moreno im Gemeindebezirk Ilobasco gefunden. Am 20 Dezember 2009 wurde Ramiro Rivera von mutmaßlichen Auftragskillern auf einer Landstraße erschossen. Mit ihm starb seine Nachbarin; ein 13-jähriges Mädchen überlebte schwer verletzt. Weiters wurden andere Mitglieder des Umweltkomitees in Cabañas, der Direktor von ADES - Asociación de Desarrollo Económico Social, Santa Marta (Projektpartner der DKA und kfb) und seine Mitarbeiter/innen des Radios „Victoria“ bedroht.
Für die Menschen in Cabañas ist klar, dass die einzige Verbindung zwischen diesen Vorfällen in der gemeinsamen Ablehnung gegen eine geplante Goldmine des kanadischen Unternehmens Pacific Rim besteht. Nach intensiven Protesten der Bevölkerung mussten die Probebohrungen eingestellt werden. Das Unternehmen verklagte den Staat El Salvador daraufhin auf Schadensersatz in Höhe von 77 Millionen Dollar.
Die landesweite Koalition gegen den Bergbau (Mesa Nacional Frente a la Minería) hat in einer Erklärung die jüngsten Morde scharf verurteilt. Bisher sind all diese Verbrechen nicht bestraft worden und ihre Aufklärung läuft nur zögerlich an. Der Vorsitzende des CAC, Francisco Pineda, forderte daher eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle. Kürzlich hat sich auch die Regierungsparte FMLN - Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional – dieser Aufforderung angeschlossen.
Mehr Information des Projektpartners ADES auf Spanisch siehe:
http://www.youtube.com/watch?v=TWzlXBbjMVk
http://adessantamarta.codigosur.net/
http://adessantamarta.codigosur.net/leer.php/2686441
