Onlinekampagne für Finanztransaktionssteuer
Katholische Entwicklungsorganisationen unterstützen Globale Aktion für Finanztransaktionssteuer:
Die Koordinierungsstelle und die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar propagieren online-Kampagne unter www.steuergegenarmut.at als Teil eines breiten Bündnisses österreichischer Organisationen.
Während in Brüssel heute und morgen die Regierungschefs der EU zur europäischen Wirtschaftsstrategie und Klimaposition tagen, rufen Nichtregierungsorganisationen die Finanztransaktionssteuer in Erinnerung.
In Österreich startet heute eine online Kampagne zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf internationaler Ebene. Die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz (KOO) setzt sich seit langem für die Besteuerung von Finanztransaktionen ein, deren Volumen in den letzten Jahren gewaltig gewachsen ist und die zunehmend der Spekulation und nicht der Realwirtschaft dienen. „Gerade angesichts der Finanzkrise hätte eine Finanztransaktionssteuer einen doppelten Nutzen: Zur Vorbeugung von Krisen, indem sie Spekulationen eindämmt, und zur Aufbringung dringend notwendiger Mittel für globale Armutsbekämpfung und Klimafinanzierung.“, begründet Heinz Hödl, Geschäftsführer der KOO das Engagement. Selbst eine minimale Steuer von 0,05% auf alle Finanztransfers könnte mehrstellige Milliardenbeträge einbringen.
„Eine Finanztransaktionssteuer würde die Gewinner der Globalisierung zur Kasse bitten, damit nicht die Armen für die Krise bezahlen!“, argumentiert Erwin Eder, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar. „Von unseren Projektpartnern wissen wir, dass die Armen in Entwicklungsländern mehrfach unter den Krisen leiden: sie verlieren Jobs und Einkommen durch die Wirtschaftskrise, ihre Ernten durch den Klimawandel und leiden unter den hohen Nahrungsmittelpreisen. Gleichzeitig werden die Mittel für Entwicklungshilfe gekürzt, die Erreichung der Millennium Entwicklungsziele – Beseitigung extremer Armut, Bildung, Gesundheitsversorgung rückend damit in weite Ferne.“
Koordinierungsstelle und Dreikönigsaktion rufen daher dringend zur Unterstützung der Kampagne auf. Sie verweisen auf den entscheidenden Moment: Eine Finanztransaktionssteuer wird derzeit breit diskutiert, aber es gibt noch nicht genug politischen Willen zur Umsetzung.
Innerhalb Österreichs sind die katholischen Entwicklungsorganisationen Teil einer breiten Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen von Kirche bis Gewerkschaft, ATTAC, Entwicklungs-, Sozial- und Umweltorganisationen unter www.steuergegenarmut.at.
Auf internationaler Ebene beteiligt sich die CIDSE, die Plattform katholischer Hilfswerke, an einer Aktion vor dem EU Gipfel in Brüssel, bringt Expertise zu diesem Thema auf den Ebenen der EU, im Rahmen von UN, IWF und G20 ein und unterstützt die internationale Allianz www.makefinancework.org.
