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Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
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Entwicklungshilfe im Rückwärtsgang

Der Katholische Dachverband der enwicklungspolitischen Organisationen KOO und mit ihr die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar fordern Trendwende statt Kaputtsparen.

Die heute von der OECD veröffentlichten Zahlen der staatlichen Beiträge für Entwicklungszusammenarbeit zeichnen ein beschämendes Bild: Statt mit einer schrittweisen Erhöhung der Mittel in Richtung 0,7%-Ziel einen Beitrag zum Erreichen der Millennium-Ziele (MDGs) zu leisten, fällt Österreich als Kürzungsweltmeister auf. Von 2008 auf 2009 sank Österreichs Quote der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) von 0,43% des BNE auf 0,30%. Das entspricht einer Kürzung von 31%. Österreich reiht sich damit in die EU-Schlusslichter Griechenland, Italien und Portugal ein. Schon im Vorjahr war Österreichs Quote rückläufig.

„Es ist beschämend, dass sich Österreich in die Unterliga der Entwicklungshilfe begibt", beklagt Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz (KOO) und Vizepräsident der CIDSE. Dies steht im krassen Widerspruch zur Spendenbereitschaft der Menschen in Österreich, wie sie etwa durch die Solidarität mit den Erdbebenopfern in Haiti unter Beweis gestellt wurde.

„Österreich muss seine Entwicklungshilfezusagen einlösen – das ist ein Versprechen gegenüber den Ärmsten und für diese eine Überlebensfrage", fordert Hödl. Er warnt vor weiteren Einsparungen in diesem massiv unterfinanzierten Bereich und fordert eine Trendwende in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Hödl verweist auf fehlende Gelder für Landwirtschaft und Ernährung, zur Schaffung von Arbeit und Einkommen und für Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche, die den ärmsten Menschen in Entwicklungsländern eine Zukunft sichern.

„Es ist jetzt dringender denn je, die Entwicklungszusammenarbeit langfristig abzusichern und Planungen für die Zukunft zu beginnen, damit die Millennium Entwicklungsziele nicht außer Reichweite geraten.", appelliert Hödl an die Bundesregierung. Die KOO verweist dabei auf das Beispiel anderer Staaten wie Belgien oder Großbritannien, die trotz Wirtschaftskrise an Plänen zur Erhöhung ihrer Mittel festhalten.


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