Weniger ist nicht genug
Die österreichische Bundesregierung verabschiedet sich leise vom Kampf gegen Hunger und Armut. Die Bilanz für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Jahr 2009: Ein Minus in Höhe von 378 Millionen Euro. Für Außenminister Michael Spindelegger, dessen Ressort für die internationale Armutsbekämpfung verantwortlich zeichnet, ist trotzdem kein Ende des Sparkurses in Sicht: Er hat neuerliche Kürzungen beim Kampf gegen Hunger und Armut angekündigt.
Unter dem Titel „Weniger ist nicht genug. Eine Milliarde Menschen hungert – die Regierung darf die Hilfe nicht kürzen!“ warnen Mitglieder des Dachverbands AG Globale Verantwortung – gemeinsam mit dem von der Dreikönigsaktion nominierten Exsternsinger - Josef Hader vor dem drohenden Bankrott der österreichischen Entwicklungspolitik und dem Verlust von Österreichs internationaler Glaubwürdigkeit. Die wichtigste Forderung der Hilfsorganisationen: Der Außenminister muss die Kürzungen stoppen und einen verbindlichen Stufenplan zur Erreichung der Entwicklungshilfe-Ziele vorlegen.
Josef Hader: „Die Angst der Politiker, menschliche Positionen zu vertreten“
"Das Problem, wieso die Regierung immer wieder bei der internationalen Armutsbekämpfung kürzt, hat seinen Grund leider darin, dass es dabei um Menschen geht, die keine potentiellen Wähler sind. Leider beherrscht die Politiker die Angst, menschliche Positionen zu vertreten und Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die nicht ihre Wähler sind. Was vom Wähler hier aber am meisten bestraft wird: Indifferenz und Feigheit!"
zu den Statements der anderen Sprecher/innen
