150.000 Unterschriften für Finanztransaktionssteuer!
150.000 Menschen haben internationale Petitionen an die G20 für die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer unterzeichnet. Die gesammelten Unterschriften wurden am 24. Juni 2010 beim G20 Gipfel in Toronto an G20-Funktionäre übergeben: Ein deutliches Signal, dass Menschen auf der ganzen Welt nicht länger tatenlos auf eine Beteiligung des Finanzsektors an den Krisenkosten und auf ein krisensicheres Finanzsystem warten wollen.
Die Europäische Kommission, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Venezuela hatten bereits vor dem G20-Gipfel offizielle Dokumente verabschiedet, in denen sie sich für eine internationale Finanztransaktionssteuer aussprechen.
Dreikönigsaktion fordert gerechte Lösungen für die Zukunft
„Eine Finanztransaktionssteuer würde die Gewinner der Globalisierung zur Kasse bitten, damit nicht die Armen für die Krise bezahlen!“, argumentiert Erwin Eder, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar. „Von unseren Projektpartnern wissen wir, dass die Armen in Entwicklungsländern mehrfach unter den Krisen leiden: sie verlieren Jobs und Einkommen durch die Wirtschaftskrise, ihre Ernten durch den Klimawandel und leiden unter den hohen Nahrungsmittelpreisen. Gleichzeitig werden die Mittel für Entwicklungshilfe gekürzt, die Erreichung der Millennium Entwicklungsziele – Beseitigung extremer Armut, Bildung, Gesundheitsversorgung rückend damit in weite Ferne.“
Unterstützung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen
Zahlreiche zivilgesellschaftliche Kampagnen auf internationaler Ebene haben die Aktion unterstützt. In Österreich sammelte eine breite Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen - darunter die AG Globale Verantwortung als Dachverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen, deren Mitglied die Dreikönigsaktion ist - Unterschriften auf www.steuergegenarmut.at
Was ist eine Finanztransaktionssteuer?
Der Finanzsektor soll einen fairen Beitrag zur Bewältigung der Krisenkosten leisten. Finanzsektor soll einen fairen Beitrag zur Bewältigung der Krisenkosten leisten. Die an der Kampagne beteiligten Organisationen haben vorgeschlagen eine Reihe von Finanztransaktionen mit durchschnittlich rund 0,05 % zu besteuern. Die Steuer würde insbesondere Banken, Hedgefonds und andere Finanzinstitute treffen. Laut Berechnungen der Organisatoren könnten damit rund „400 Milliarden Dollar an Einnahmen“ erzielt werden. Das Geld soll je zur Hälfte für das jeweilige nationale Budget und für internationale Entwicklungshilfeprojekte verwendet werden.
