Menschen in Armut sind am stärksten vom Klimawandel betroffen
Seit dem Beginn der industriellen Revolution, ist die globale Durchschnittstemperatur um 0,8°C gestiegen. Das klingt nicht weiter tragisch, dennoch sind die Auswirkungen fatal. Global gesehen treffen sie vor allem materiell arme Menschen. Diese leben meist in sensiblen Regionen, die von Wetterextremen wie Dürren, Hochwasser und tropischen Wirbelstürmen am heftigsten heimgesucht werden. Dazu kommt, dass arme Menschen kaum Möglichkeiten haben, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Die Armensiedlungen liegen oft direkt an Küsten oder Flussufern, wo sie besonders von Überschwemmungen bedroht sind, oder an erdrutschgefährdeten Berghängen. Naturereignisse, die bei uns vor allem Sachschäden verursachen, fordern dort viele Menschenleben. Ist das gerecht?

Unsere Projektpartner Wagner Huari Pérez aus Peru und Martin Tanschuling von den Philippinen berichteten in einem Beitrag von Radio Stephansdom über die konkreten Auswirkungen des weltweiten Klimawandels in ihren Ländern. Ihre Organisationen unterstützen die betroffene Bevölkerung dabei, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.
Die Reichen verschmutzen, die Armen tragen die Folgen
„Die Indizienaufnahme ist abgeschlossen, der Täter ist identifiziert“, bringt es ein Kommentator bei der Präsentation des UN-Klimaberichts auf den Punkt. Die Schuld für den Klimawandel trifft den Menschen. Genauer gesagt in erster Linie die Menschen in den nördlichen Industriestaaten, die durch ihren Lebensstil die Atmosphäre übermäßig stark verschmutzen. Der durchschnittliche Pro-Kopf Ausstoß von Treibhausgasen ist in Österreich 116-mal höher als in Uganda! Die armen Menschen dieser Erde haben zum globalen Klimawandel am wenigsten beigetragen. Dennoch werden seine Auswirkungen gerade sie am schlimmsten treffen, ja sie haben heute schon damit zu kämpfen.

Alllianz für Klimagerechtigkeit
Die Dreikönigsaktion setzt sich aktiv für mehr Klimagerechtigkeit ein. Angesichts der Größe des Problems ist es wichtig, vernetzt zu arbeiten und mit anderen an einem Strang zu ziehen. Darum arbeiten wir in der Allianz für Klimagerechtigkeit eng mit anderen Organisationen zusammen.
Die Allianz für Klimagerechtigkeit dient als dauerhafte Themenplattform österreichischer Nichtregierungsorganisationen
(NROs), die in den Bereichen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit (EZA), Soziales und Humanitäre Hilfe tätig sind. Sie setzt sich für mehr Klimaschutz in Österreich und internationale Klimagerechtigkeit ein und will Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Klima und Entwicklung bei der breiten Öffentlichkeit, MeinungsbildnerInnen, Behörden und EntscheidungsträgerInnen schaffen.Zur Website der Allianz für Klimagerechtigkeit...
Zu den Forderungen der Allianz für Klimagerechtigkeit im Vorfeld von DOHA

Unser internationales Netzwerk der katholischen Hilfswerke CIDSE bündelt seine Kräfte, um Klimagerechtigkeit voranzutreiben.
Der Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein globaler, humanitärer Notfall. Am meisten Betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels sind die Ärmsten dieser Welt.
Die CIDSE setzt sich für effektivere und sozial gerechte internationale Abkommen ein, um den Klimwandel zu bekämpfen. So richtet die CIDSE ihre Aufmerksamkeit auch auf den "United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)"
Auf dem Weltklimagipfel in Doha (26/11-07/12), appelliert die CIDSE an die Politiker/innen konkrete Maßnahmen zu ergreifen:
Das CIDSE Positionspapier zu "Klimafinanzierung"
Das CIDSE Positionspapier zu "Landwirtschaft und Klimawandel"

Unsere Projektpartnerin Jovelyn T. Cleofe, Direktorin des Centers for Empowerment and Resource Development (CERD) richtete bei der Pressekonferenz der Allianz für Klimagerechtigkeit anlässlich der Klimakonferenz von Durban einen dingenden Appell an die österreichische Politik. Mehr...
