Gewinne für die Mächtigen auf Kosten der Schwachen verspricht eine Sonderwirtschaftszonein der Provinz Aurora, im Norden der Philippinen. Zu den Gegnern gehört der Bischof der betroffenen Prälatur Infanta: Bischof Rolando Tirona, der um internationale Solidarität gebeten hat.
Zur Zeit findet ist er mit anderen Bischöfen und Vertreter/innen von Nichtregierungsorganisationen auf einer „Fact Finding Mission“, um dem Widerstand der lokalen Bevölkerung den Rücken zu stärken.
„It’s more fun in Aurora without Apeco“(Aurora Pacific Economic Zone andFreeport Authority)“ ist der Slogan der internationalen Solidaritätsreise, in Anspielung auf den offiziellen Tourismusslogan der Philippinen: „It’s more fun in the Philippines!“.
Für die Errichtung der riesigen Sonderwirtschaftszone APECO wurde im April 2010 mit dem Gesetz RA 10083, die rechtliche Grundlage geschaffen. Die bereits existierende Aurora Special Economic Zone, die 500 ha Land in der Provinz Casiguran, Aurora (Diözese Infanta) umfasst, soll nun zur Aurora Pacific Economic Zone andFreeport Authority (APECO) auf 12.427 ha ausgeweitet werden. Betroffen sind 5 Gemeinden in Casiguran, Aurora (Dibet, Esteves, San Ildefonso, Culat, Cozo).
Das APECO-Projekt wird von der einflussreichen Angara Familie gepusht und soll zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen. Geplant sind v.a. Industrie-, Tourismus- und Fischereivorhaben. Opposition und Widerstand gibt es v.a. von Seiten der Kirche und den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Diese, zur Task Force Anti-APECO zusammengeschlossenen Gruppen, kämpfen gegen die Errichtung an und lobbyieren auf nationaler Ebene gegen das APECO Projekt. Seit 2010 unterstützt die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar die Task Force Anti-APECO dabei.
Denn die Auswirkungen auf nachhaltige Entwicklung der Region, v.a. für die Landwirtschaft und Fischzucht sind fatal. Die lokale Bevölkerung - v.a. Kleinbauern und -bäuerinnen, Fischerfamilien und indigene Völker - werden von ihrem Land vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt. Bemängelt wird auch die die mangelnde Einbindung der Betroffenen und den fehlenden Konsultierungsprozess (Free Prior Informed Consent).
Im Rahmen der bisherigen Widerstandsaktivitäten gegen die Errichtung der Freihandelszone APECO kam es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. So wurde im Juni 2010, der Projektpartner der Dreikönigsaktion und Pfarrer in Biaonoan/Casiguran, Father Jose Talaban, überfallen und sein Haus beschossen.
Aktuell findet der Besuch der internationalen Delegation im betroffenen Gebiet in Aurora statt, am Montag, den 20. Februar findet eine Pressekonferenz statt.
Weitere Informationen:
Situationer als PDF
Aufruf der Prälatur Infanta zu Unterstützung als PDF
Zeitungsberichte Inquirer News : 20. 02. 2012 und 21.2. 2012
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Website der Task Force Anti APECO: aurorafreeport.com
