Dreikönigsaktion fordert: Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden!
Das Jahr 2012 beginnt in Österreich mit intensiven Verhandlungen staatlicher Einsparungspotentiale. Die Sparpakte dürfen jedoch nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden, die geplante Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden.
„Wenn unsere Regierung über‘s Sparen nachdenkt, ist das prinzipiell positiv zu sehen, aber die Sparpakete dürfen nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden, die geplante Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden.“ zeigt sich Martin Krenn, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar, besorgt über die derzeitige Diskussion über geplante Budgetkürzungen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit. „Das Engagement unserer Sternsingerinnen und Sternsinger sei der Bundesregierung eine Nachhilfestunde in Sachen globale Verantwortung: Entwicklung ist dann wirksam, wenn die Menschen vor Ort ihre Sache selbst in die Hand nehmen. Bildung, Sicherung von Lebensgrundlagen, Stärkung der Menschenrechte und die Förderung von Kindern und Jugendlichen - das sind die Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung auf Dauer durchbrechen zu können. Wer heute hier spart, fördert die Armut von Morgen.“
Rückenwind bekommen sie dabei von oberster Stelle. Bundespräsident Heinz Fischer hat dazu am 30.12.2011 beim Sternsinger-Empfang in der Hofburg Folgendes gesagt: „Es ist unverzichtbar, die Staatsschulden zu reduzieren. Es ist aber auch unverzichtbar, dabei Prioritäten zu setzen. Andere Länder zeigen uns, dass es möglich ist, intensiv zu sparen und trotzdem bei der Hilfe für die Ärmsten der Welt eine Priorität zu setzen.“
Die 85.000 Sternsinger/innen setzen mit dem in rund 3.000 Pfarren gesammelten Geld ein starkes Zeichen gegen Armut und Unrecht. Die Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar, finanziert jährlich rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika und bewirkt damit positiven Veränderungen für eine Million Menschen. Im letzten Jahr hat die österreichische Bevölkerung 14,8 Millionen € gespendet. Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden mehr als 310 Mio. € für notleidende Mitmenschen gesammelt.