Nicaragua: Ausbildung für Jugendliche

Eine zweite Chance für Schulabbrecher/innen


Sternsingerspenden unterstützen die Berufsausbildung von Jugendlichen aus armen Familien. Die Aussicht auf einen guten Job und ein regelmäßiges Einkommen steigt. Ein selbstbestimmtes Leben und eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben werden durch die Arbeit unserer Partnerorganisation CECIM für viele Jugendliche Wirklichkeit.

Vom eigenen Einkommen leben

Kinder und Jugendliche, die am Rande unserer Gesellschaft aufwachsen, brauchen eine solide, alltagsorientierte Ausbildung: So haben sie die Möglichkeit, langfristig ein Einkommen zu erzielen, von dem sie selbstständig leben können. Unsere Partnerorganisation CECIM hat sich darauf spezialisiert, Jugendlichen aus armen Familien eine angepasste Berufsbildung, z. B. zu Bäcker/innen, Schneider/innen oder Mechaniker/innen anzubieten. Das Besondere daran ist, dass von Anfang an die Kooperation mit lokalen Unternehmen gesucht wird. Viele Absolvent/innen finden einen fixen Arbeitsplatz. Wer Arbeit und ein fixes Einkommen hat, muss nicht mehr um das tägliche Überleben kämpfen, sondern kann aktiv an einer gerechteren Welt für alle mitbauen.

Kinder müssen oft arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen – z.B. als Straßenverkäufer/innen. Viele brechen die Schule ab, weil sie keine Zeit zum Lernen haben. Foto: Zeugner

Jugendlicher lernt das Mechaniker-Handwerk

Endlich etwas lernen können. Mit der Ausbildung zum Mechaniker kehrt der Glaube an die eigene Zukunft zurück. Foto: Ongaretto-Furxer

Jugendliche lernen das Bäckerhandwerk

Als ausgebildete Bäcker/innen gelingt es den Absolvent/innen der Kurse leicht, sich eine Existenz aufzubauen. Foto: Zeugner

Jugendliche lauschen der Ausbilderin

Vom eigenen Geld leben wird für viele Jugendliche Realität. Foto: Ongaretto-Furxer

Jugendliche lauschen bei der Ausbildung

Viele Jugendliche machen sich - mit einer fertigen Ausbildung - selbständig und gründen kleine Einpersonenunternehmen. Foto: CECIM

Eine Jugendliche bei der Ausbildung am PC

Ein Ausbildungsplatz bei CECIM ist nicht nur für die Jugendlichen ein Glücksfall. Auch die regionale Wirtschaft wird auf diese Weise belebt. Die Armut sinkt. Foto: Stathopoulos-Dohr

In Nicaragua sind Landbesitz und Einkommen extrem ungerecht verteilt. In großen Fabriken, den „Maquilas“, beuten Konzerne die Arbeiter/innen aus, die gegen geringe Entlohnung und ohne soziale Absicherung billige Kleidung oder Tabakwaren für den westlichen Markt herstellen. Eine gängige Praxis, die dazu beiträgt, dass wir im reichen Westen immer mehr zu immer billigeren Preisen konsumieren können. Den Preis dafür bezahlen bezahlen die Arbeiter/innen mit ihrer Gesundheit. 

Viele Familien sind zerrissen, weil rund eine Million Nicaraguaner/innen im Ausland arbeiten, vor allem in den USA und Costa Rica. Ihre Kinder sind auf sich allein gestellt. Viele müssen zum Familieneinkommen beitragen und arbeiten gehen - in die Maquilas, auf Plantagen, als Straßenverkäufer/innen oder Haushaltshilfen. Weil dann die Zeit für das Lernen fehlt, brechen viele Kinder die Schule ab. Ohne Abschluss gehen dann aber die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben mit Job und eigenem Einkommen gegen Null. 

Die Berufsausbildung bei CECIM ist für viele Schulabrecher/innen Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist die Chance, Versäumtes nachzuholen und noch einmal durchzustarten. Jedes Jahr nehmen mehr als 400 Jugendliche an den Kursen von CECIM teil. 

Anielka wird Kassiererin

„Meine Mutter ist Alleinerzieherin. Sie hat meinen Vater verlassen, weil er sie geschlagen hat. Als Alleinerzieherin hält sie unsere Familie mit einem kleinen Friseurgeschäft über Wasser. Bis jetzt hat mir für eine berufliche Ausbildung das Geld gefehlt. Gott sei Dank wurde ich bei einem Kurs von CECIM aufgenommen. Das Tolle an meiner Ausbildung zur Kassiererin ist, dass ich schon während des Kurses Kontakte zu Firmen bekomme. Das macht die Ausbildung praxisorientiert und es steigert meine Chancen, danach einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Ich werde einen guten Job finden und meine Familie wird stolz auf mich sein.“

"Wer ein fixes Einkommen hat, muss nicht mehr um das tägliche Überleben kämpfen. In unseren Projekten zeigt sich, dass Menschen, die eine Ausbildung und Arbeit haben, sich vermehrt auch um jene kümmern, denen es nicht so gut geht. Die Menschen geben die Unterstützung, die sie bekommen haben, weiter und beginnen, so aktiv an einer gerechteren Welt für alle mitzubauen."

Clemens Koblbauer, Projektreferent Lateinamerika (Nicaragua, El Salvador)

Meine Spende für das Sternsingerprojekt CECIM

Unterstütze Jugendliche wie Anielka dabei, einen Beruf zu erlernen. Ein Projekt, das deine Hilfe braucht.

Die Partnerorganisation vor Ort

Seit 20 Jahren bietet CECIM - das Zentrum für eine integrale Ausbildung und Schulung „Schwester Maura Clarke“ (Centro de Educación y Capacitación Integral Hna. Maura Clarke) Berufsausbildung für nicht im Schulsystem integrierte Jugendliche an. CECIM ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO) mit einer christlichen Ausrichtung. Durch ihr langes Bestehen genießt die Organisation in Ciudad Sandino höchstes Ansehen. 

Sternsingerprojekt CECIM in der Pfarre vorstellen

Hier gibt es einige Infos zu unserem Projektpartner CECIM. Im Sternsingen-Bereich findest du zusätzlich jede Menge Hintergrundinfos, und viele weitere Materialien zur Vorbereitung auf die Sternsingeraktion in der Pfarre.