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Christlicher Auftrag zum Sternsingen

Die Sternsingeraktion lebt von der Begeisterung in den Pfarren. Je mehr der tiefe Sinn der Sternsingeraktion allen Beteiligten bewusst ist, desto stärker wird das Sternsingen als christliches Engagement gelebt.
Die Katholischen Pfarrgemeinden haben ja mit der Sternsingeraktion die besondere Chance, auf alle Menschen in Österreich – auf die Kirchennahen und die Kirchenfernen - zuzugehen. Die Sternsinger/innen sind für viele der Besuchten, gerade im städtischen Bereich, der einzige Kontakt zu ihrer Wohnpfarre. Auch den Kindern und ihren Begleiterpersonen tut es gut zu sehen, wo und wie die Menschen, für die sie eigentlich als Pfarre mitverantwortlich sind, leben und was ihnen am Herzen liegt.

Frohbotschaft verkünden

Die Sternsinger/innen verkünden den Menschen im Land die Frohbotschaft von der Geburt Jesu. Weihnachten ist unser Heilsereignis, weil Gott Mensch wird, um mit uns zu leben und mit uns das Friedensreich zu errichten. Mit dieser befreienden Botschaft klopfen die Sternsinger/innen an die Türen.
Die Zuwendung Gottes zu uns Menschen wird durch den Segen ausgedrückt. Die Sternsinger/innen überbringen diesen Segen mit dem "Christus mansionem benedicat". Das aufgemalte C+M+B an den Türstöcken wünscht den Bewohner/innen, im kommenden Jahr heil zu bleiben oder zu werden: als persönliches Wohlergehen, im Zusammenleben mit den Menschen nah und fern, in der Beziehung zu Gott. Dieser Segensspruch bzw. der Segen in Liedern und Sprüchen sind für viele ein ganz wesentliches Erlebnis am Jahresbeginn.

Brauchtum leben

Der Stern von Bethlehem führte die "Drei Weisen aus dem Morgenland" zum Stall nach Bethlehem, in dem Jesus geboren wurde. Der Weg zu Jesus hat auch ihr Leben verändert. Das Sternsingen ist ein traditioneller und lebendiger Brauch, in dem dieses Heilsereignis nachvollzogen wird.
Wie die "Heiligen Drei" damals aufgebrochen sind und sich Neuem zuwandten, so lädt der Sternsingerbrauch gerade am Jahreswechsel zum Aufbruch ein. Das Sternsingen ist so auch ein dynamisches Signal, um Bestehendes in Frage zu stellen und neue Vorhaben zu beginnen.
Damit das Sternsingen als buntes Lebenszeichen des österreichischen Brauchtums weiterhin lebendig bleibt und verstanden wird, kann es auch nötig sein, den Brauch kreativ weiter zu entwickeln – genau dies passiert auch in den österreichischen Pfarren.

Solidarisch handeln

Weihnachten verheißt ein erfülltes und friedvolles Leben für alle Menschen unserer Welt. Diese Vision einer Welt ohne Armut und Ausbeutung, in der die Ressourcen gerecht verteilt sind, streben die Menschen an, die sich bei der Sternsingeraktion engagieren. Indem wir zu Nächstenliebe ohne Grenzen und zum Teilen mit den Ärmsten einladen, machen wir als Kirche gemeinsam die Welt gerechter und lebenswerter.
Mit den Spenden werden jene Menschen partnerschaftlich unterstützt, die mit viel persönlichem Einsatz vor Ort Positives bewirken. Über 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika werden jährlich finanziert und eine Million Menschen mit den Spenden direkt erreicht. Über diesen solidarischen Einsatz sind wir mit unseren Geschwistern im Süden der Welt verbunden, und damit leben wir "Welt-Kirche". Mit Bildungsarbeit und Anwaltschaft in Österreich setzen wir uns für Veränderungen auch in unserer Gesellschaft ein, um weltweite gerechte Strukturen zu erreichen.

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