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Blitzlicht Philippinen

Die Philippinen sind ein an Ressourcen reiches Land, aber der Reichtum ist sehr ungleich verteilt. Der Gegensatz zwischen der kleinen reichen Oberschicht und der armen, breiten Unterschicht ist deutlich sichtbar. 80% der Einwohner/innen leben von weniger als 2 € pro Tag. 50 Millionen Philippinas und Philippinos leben ohne ausreichende soziale Absicherung. 23 Millionen sind von Hunger betroffen. Laut UNICEF zählen die Philippinen zu den zehn Ländern weltweit, welche die höchste Anzahl an fehlernährten Kindern unter fünf Jahren haben.

Blitzlicht – Kinderarbeit

Kinderarbeit ist auf den Philippinen durch weitreichende Gesetze verboten, trotzdem gibt es übereinstimmende Schätzungen, die von rund 5 Millionen Kindern ausgehen, die in irgendeiner Form arbeiten. Sie sind in der Bekleidungsindustrie, in der Landwirtschaft, in der Möbelherstellung, im Goldbergbau, in der Nahrungsmittelproduktion, in der Schuhproduktion und in der Kunststoffherstellung, also in allen wichtigen Industriebereichen, tätig. Darüber hinaus sind sie als Haushaltshilfen, im informellen Sektor und beim Fischfang beschäftigt. Auch Kinderprostitution ist weit verbreitet. Auf den Gemüsefarmen in der Cordillera arbeiten Kinder zehn Stunden am Tag an sechs Tagen in der Woche und bekommen dafür nicht einmal die Hälfte einer erwachsenen Arbeitskraft bezahlt. Sie sind extremen körperlichen Anstrengungen und chemischen Giften ausgesetzt. Diese Kinder leiden an Wachstumsstörungen, Krankheiten und Unterernährung. In der Bekleidungsindustrie arbeiten mitunter 4-jährige Kinder, meistens Mädchen, die wegen ihrer Armut und wegen der Geschicklichkeit ihrer Finger dafür ausgesucht werden.

Blitzlicht Fischerfamilien

Das ökologische Gleichgewicht des Meeres und der Küsten verschlechtert sich dramatisch. Große Fischfangflotten vernichten mit ihren riesigen Schleppnetzen den Fischbestand. Die schützenden Mangrovenwälder an den Küsten werden abgeholzt. Die negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung gefährden Korallenriffe und damit die Artenvielfalt.

Die Zerstörung der natürlichen Umwelt bedroht auch die Fischerfamilien. Der Fischfang spielt auf den Philippinen als Nahrungs- und Einkommensquelle eine wesentliche Rolle. Es gibt insgesamt eine Million Kleinfischer/innen, 5 Millionen Menschen leben unmittelbar vom Fischfang. Für diese Menschen ist es also eine Frage des Überlebens, ob die Meeres- und Küstenressourcen intakt bleiben und geschützt werden.

Blitzlicht Leben im Slum

Die Slumbevölkerung leidet unter Arbeitslosigkeit, Unterernährung, fehlender medizinischer Versorgung und mangelnder Schulbildung. Meistens sind es die Frauen, die für den Unterhalt der Familie sorgen, z.B. als Wäscherinnen, Hausangestellte oder Kellnerinnen in Karaoke-Bars. Auch die Kinder müssen oft schwer arbeiten. Viele Frauen und Kinder leben davon, den Müll nach verwertbaren Resten zu durchsuchen.

Eine Folge der allgemeinen Armut ist die hohe Kriminalität. Immer wieder kommt es zu Raubüberfällen, Drogenhandel, Vergewaltigungen oder Morden. Menschen- und Kinderrechte zählen in dieser gewalttätigen Situation nur wenig. Frauen und Kinder erleiden schwere Misshandlungen und sexuelle Gewalt oder werden in die Prostitution gezwungen. Traumatisierung, Teenager-Schwangerschaften und die Ansteckung mit HIV/AIDS sind eine ständige Gefahr. Viele Kinder und Jugendliche zerbrechen daran und flüchten aus Verzweiflung in die Scheinwelt der Drogen.

Dreikönigsaktion auf den Philippinen wir setzen Zeichen.

Die strategischen Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit der philippinischen Projektpartner/innen der Dreikönigsaktion sind auf folgende Themen ausgerichtet: Nachhaltige Landwirtschaft, Jugendarbeit, pastorale Initiativen, Umweltschutz und Projekte für indigene Völker (Bewusstseins-)Bildung und Menschenrechte. Derzeit werden über 50 Projekte in einem Gesamtausmaß von rund 1.100.000 Euro in den Philippinen mit Hilfe von Sternsingerspenden finanziert - überwiegend mit kirchlichen Partner/innen. Der Kirche kommt in der philippinischen Gesellschaft eine besondere Rolle zu: In sie setzen viele Menschen ihr Vertrauen und ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Die von der Dreikönigsaktion unterstützten Projekte sind (wie in allen anderen Ländern auch) auf mehrere Jahre ausgelegt. Erfahrungsgemäß sind sichtbare Veränderungen von schwierigen Problemstellungen der lokalen Entwicklung nur auf langfristigem Wege zu erreichen.

 

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Die Anzahl der vom Hunger betroffenen auf den Philippinen hat sich in den letzten sechs Jahren vervierfacht: von 5 % auf 20 % der Bevölkerung!

Wir setzen Zeichen - für ein Ende der Armut auf den Philippinen