Unterrichtsmodell für 11-13jährige zur Sternsingeraktion 2012
Von Eva Seifried
Der/die Lehrer/in bringt zwei nette Geschenkspackerl mit. Eines davon ist leer, das andere hat vier Zitate von Sternsinger-Kindern zum Inhalt.
Lehrer/in: „Diese Geschenke sind gerade für uns abgegeben worden, nun wollen wir gemeinsam hineinschauen, was drinnen ist!“
Zuerst wird das Packerl ausgewickelt, das ohne Inhalt ist.
Wie reagieren die Kinder darauf: enttäuscht, verärgert, mit Unverständnis… Normalerweise soll ein Geschenk Freude bereiten, aber warum schenkt uns jemand ein Packerl, das leer ist, was hat das für einen Sinn? Kinder stellen ihre Vermutungen an.
Fazit: Vielleicht soll erst von uns etwas hineingegeben werden?
Nun wird das zweite Packerl ausgewickelt:
Folgende Zitate sind darin und werden vorgelesen. Die Kinder sollen erraten, von wem hier die Rede sein könnte.
Die Antwort ist sicher bald erraten, um wen es sich dabei handelt.
Impulsfragen:
Wozu machen sie das? Warum verkleiden sie sich als Könige? Wer hat das selbst schon erlebt? Warum gehen junge Menschen freiwillig von Haus zu Haus und singen dort Lieder und sagen Sprüche auf? Was bringen Sternsinger/innen den Menschen?
Die Schüler/innen erzählen alles, was sie über das Sternsingen wissen.
Zum Schluss wird zusammengefasst:
Die Sternsinger/innen erinnern uns an eine Erzählung aus der Bibel: →Drei Könige machen sich, geleitet von einem Stern, daher auch der heutige Name „Sternsinger/innen“ auf, um einen neugeborenen König zu suchen. Sie finden ihn in Einfachheit und Armut, nicht in Glanz und Glimmer. Das bedeutet, schon von Anfang an steht Jesus auf die Seite derer, die wenig haben, die arm sind, denn er ist als einer von ihnen geboren worden.
Das ist auch der Sinn der Sternsinger/innen heute: →sich für Menschen einzusetzen, die sehr wenig haben, oft nicht einmal genug zu essen. Sie verkleiden sich extra dafür und schlüpfen in die Rolle der Könige. →Sie bringen Freude (=Geschenke) in die Häuser durch ihren Gesang, ihre Verkündigung und ihren Segen: „Christus mansionem benedicat – Christus segnet diese Haus“. →Sie werden willkommen geheißen in den Häusern, so bekommen sie die Freude, die sie bringen, zurück. →Sie erleben eine schöne Gemeinschaft miteinander. →Sie sammeln für benachteiligte Menschen und unterstützen damit weltweit Projekte. →Sie erfahren etwas über andere Länder, dieses Jahr über die Philippinen.
Vertiefender Arbeitsauftrag:
Gegenseitiges Geben und Nehmen.
Es gibt auch Geschenke, die man nicht angreifen kann, die aber genauso wichtig sind.
Was könnten dies für Geschenke sein?
Jede/r erhält nun mehrere Papiersteifen und schreibt auf, was Sternsingen anderen Menschen und sich selbst bringen und geben kann! Die Schüler/innen können alle Gedanken verwenden, die zuvor besprochen wurden.
Das leere Packerl füllen mit all dem, was Sternsinger/innen als „Geschenke“ in die Häuser bringen.
Das Packerl mit den Zitaten ist für alles reserviert, was Sternsinger/innen selbst Positives erleben.
Zum Schluss werden alle Vorschläge vorgelesen und die Packerl damit gefüllt.
Aber haben die Könige nicht drei Geschenke gebracht? Das dritte werden wir nächste Stunde besprechen! Da machen wir eine kleine Reise auf die Philippinen!
Einstieg:
Lehrer/in bringt drei Geschenkspackerl mit. Die beiden schon bekannten dienen als Anknüpfungspunkt zur letzten Stunde: kurz wird wiederholt, was den Sinn des Sternsingens ausmacht.
Anschließend wird das dritte Packerl geöffnet: Es enthält ein Glas mit Reiskörnern und einzelne Informationen zu den Reisbauern auf den Philippinen. Diese sind auf einzelne, nummerierte Papierstreifen geschrieben, sodass die Kinder diese der Reihenfolge nach öffnen, vorlesen und ordnen können. Wenn man diese auf ein Plakat kleben möchte, müssen sie zuvor vergrößert kopiert werden.
Zuerst wird der Reis besprochen.
Wo kommt er her? Wie wird er angebaut? Was hat Reis mit dem Sternsingen zu tun?
Die Antworten stehen in den folgenden 6 Kurzinfos: Die Kinder lesen die Texte der nummerierten Papierstreifen nacheinander vor. Die Streifen werden anschließend auf ein großes Papier geklebt, es entsteht automatisch ein Info-Plakat zu den Philippinen, das auch für eine Aktionsidee zugunsten der Sternsingerprojekte in der Schule verwendet werden kann.
Vorschlag für eine Überschrift: Sternsingen für die Reisbauern auf den Philippinen!
Das Wort „Stern“ wird gezeichnet und am Ende der Stunde mit Reiskörnern beklebt.
Ein Reiskorn für eine Idee: Was können die Philippinos tun? Was können wir tun?
Der/die Lehrer/in hebt nun das Glas mit den Reiskörnern. Was könnte man tun, damit wieder Gerechtigkeit herrscht? Wer hat eine Idee? Wer eine gute Antwort nennt, bekommt einige Reiskörner, mit denen der Stern auf dem Plakat beklebt wird!
Beispiele:
Als Abschluss wird auf die kommende Sternsingeraktion hingewiesen und auf die Möglichkeit, dass die Kinder dabei mitmachen können. Außerdem können die „Sternsinger/innen-News“, der Kinderfolder zur Sternsingeraktion 2012, und/oder Infozettel der Pfarre, die zum Mitmachen einladen, ausgeteilt werden. Es kann auch konkret eine Schulaktion geplant werden (siehe eigenes Modell).
Ziele:
Zielgruppe : 11-13 jährige Mädchen und Buben
Zeit: Zwei Unterrichtseinheiten
Material:
Für die erste Einheit: Zwei nett verpackte Geschenkspackerl. Eines davon ist leer, das andere ist mit vier Zitaten (siehe unten) gefüllt, Papierstreifen und Stifte.
Für die zweite Einheit: Drei Geschenkspackerl, die beiden der letzten Stunde, und ein Drittes, das gefüllt ist mit einem Glas voller Reiskörner und Informationen über philippinische Reisbauern (s.u.), ein großes farbiges Papier für ein Plakat, Klebstoff, Weltkarte oder Globus.
Thematische Anknüpfung an den Lehrplan: Feste feiern; Brauchtum im Kirchenjahr; solidarisches Handeln mit dem Nächsten.