Von Eva Seifried
Nach Absprache mit Direktion und Kollegen/innen wird eine Vorankündigung mit Hilfe von Plakaten und/oder sog. Läufern gemacht, die von Klasse zu Klasse gehen, informieren und einladen.
In passenden Räumlichkeiten ein kleines Theaterstück (Krippenspiel) zum Thema organisieren. Das freiwillige Eintrittsgeld dient der Unterstützung der Sternsingeraktion.
Eine Einladung zum Benefiz-Buffet im Rahmen einer Adventfeier organisieren z.B. mit philippinischem Reiskuchen. Mit Plakaten wird dazu eingeladen und informiert. Auch ein Rätselstand mit einem Sternsinger/innen-Quiz kann dabei sein.
Rezept für den Reiskuchen:
| Zutaten | Zubereitung Eigelb und Eiweiß voneinander trennen. Butter, Zucker, Vanillinzucker und Eigelb schaumig rühren. Das Eiweiß zu Eischnee schlagen. Anschließend erst einmal 1/3 des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren, dann die letzten 2/3 des Eischnees unterheben. Den erkalteten Milchreis löffelweise unter die Schaummasse rühren. Danach wird alles in eine gefettete Springform gefüllt. Das Ganze wird im vorgeheizten Backofen bei 150°C ca. 45-60 Min. gebacken, bis der Reiskuchen oben schön gold-braun und fest ist. | |
1 Liter | Milch | |
250 g | Milchreis | |
1 Prise | Salz | |
65 g | Butter | |
4 | Eier | |
1 Pck. | Vanillinzucker | |
125 g | Zucker | |
| Fett für die Form | |
Im Weihnachts-Schulgottesdienst auf die konkreten Möglichkeit hinweisen, sich an der Sternsingeraktion zu beteiligen. Zur Veranschaulichung werden die Sternsinger-Utensilien gezeigt oder sogar eine verkleidete Sternsingergruppe „interviewt“.
Am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien gehen Sternsingergruppen durch die Klassen und bringen ihnen und der ganzen Schule den Segen für das neue Jahr. Diese spezielle Sternsingeraktion wird vor Weihnachten im Mitteilungsheft angekündigt. Alternativ kann das Sternsingen in der Schule auch zentral im Foyer oder im Turnsaal stattfinden.
Sich von einzelnen Klassen (Lehrer/innen) einladen lassen. Die Sternsingerkinder kommen unverkleidet. Sie bringen Kostüme und Utensilien mit. Während sich die Kinder vor der Klasse ankleiden, erzählen sie dazu abwechselnd Wissenswertes rund um Biblisches, Geschichtliches und Aktuelles.
Dazu zeigen und erklären sie die einzelnen Symbole (Kronen, Stern, Geschenke):
Die Könige:
Wir stellen euch heute die drei Heiligen Könige einmal ganz anders vor. Noch sind wir ohne Kostüme, diese werden wir nun anziehen und euch einiges dazu erzählen:
Habt ihr gewusst, dass ursprünglich in der Bibel nicht die Rede von „Königen“ ist, sondern ganz neutral von Magiern aus dem Morgenland? Auch ist nicht die Rede von drei Leuten. Diese Zahl wurde erst viel später von Papst Leo dem Großen festgelegt.
Die Zahl 3:
Auf frühen Darstellungen sind zwischen zwei und zwölf Personen dargestellt. Papst Leo führte die Zahl drei auf die Anzahl der Geschenke zurück. Seit dem 10. Jahrhundert werden die drei Magier mit Kronen dargestellt. Deshalb gehen heute drei Kinder als Könige verkleidet
von Haus zu Haus.
Die Kinder setzen sich nun die Kronen auf und legen sich die Mäntel um.
Die Namen:
Eigentlich heißen wir ja …….…, aber verkleidet sind wir nun Caspar, Melchior und Balthasar. Auch diese Namen sind erst im 5. Jahrhundert entstanden. Ihre Bedeutung lautet: Caspar= „Schatzmeister“, Melchior= „Mein König ist Licht“ und Balthasar= „Schütze sein Leben“.
Jeder König stand für einen damals bekannten Erdteil.
Der Stern:
Der/die Sternträgerin tritt vor und zeigt den Stern.
Aber diese Sterndeuter aus dem Osten waren, wie ihr sicher wisst, aus einem bestimmten Grund unterwegs. Sie suchten nach einer auffälligen Himmelserscheinung. Dem berühmten Physiker Johannes Kepler zufolge könnte dies eine bestimmte Sternenkonstellation von Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische gewesen sein. Der Stern wird in der christlichen Welt als Bote und Führer gesehen. Er zeigt den Menschen den richtigen Weg, dem alle Menschen, ob Arme oder Reiche, folgen sollen.
Die Botschaft:
Sterne galten damals als Heilsboten. Deshalb tragen wir auch heute den Namen „Sternsinger/innen“. Wir sind ja gewissermaßen auch als Heilsbringer unterwegs: Wir bringen die Botschaft des Friedens und Segenswünsche für das kommende Jahr. Wir schreiben mit Kreide einen Segenspruch an die Türen: Die Buchstaben C + M + B bedeuten: Christus mansionem benedicat – das ist Lateinisch und bedeutet: Christus segnet dieses Haus. Die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit.
Der Segensspruch wird an die Tür geschrieben.
Die Geschenke:
Duftharze zeigen und daran riechen lassen. Wer möchte, kann auch einen Weihrauchkegel anzünden.
Die Könige brachten bekanntlich auch kostbare Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Diese Gaben zählten damals zu den kostbarsten Handelswaren: Gold war immer ein Geschenk für Könige, ist ja auch heute noch sehr kostbar. Weihrauch und Myrrhe sind duftende Harze, die im Orient für religiöse und kultische Handlungen verwendet wurden. Weihrauch wir ja bei besonderen Festen noch heute in der Kirche verbrannt.
Der Brauch:
Zum Schluss erzählen wir euch noch, woher dieses Brauchtum stammt: Schon im Mittelalter schlüpften die sogenannten Neujahrssinger in die Rollen von Caspar, Melchior und Balthasar. Bereits damals diente das Sternsingen dazu, die Not von Menschen zu lindern. Ab dem 16. Jahrhundert war dieser Brauch Studenten und Handwerksburschen vorbehalten, die sich ihr kärgliches Leben damit aufbessern konnten. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde dieser Brauch organisiert und von der Katholischen Jungschar übernommen. Seit dieser Zeit gehen jedes Jahr Kinder für benachteiligte Menschen von Tür zu Tür und sammeln für Not leidende Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika
Genau aus diesem Grund sind wir heute hier bei euch. Wir danken euch für die Einladung und für das Zuhören!
Abschluss:
Als Abschluss wird auf die kommende Sternsingeraktion hingewiesen und auf die Möglichkeit, dass die Kinder dabei mitmachen können. Außerdem können die „Sternsinger/innen-News“, der Kinderfolder zur Sternsingeraktion 2012, und/oder Infozettel der Pfarre, die zum Mitmachen einladen, ausgeteilt werden.
