Corona - Hilfe in der Krise

Indien: Hilfe im Corona-Notstand


Eine neue Pandemiewelle erschüttert Indien, das Gesundheitssystem bricht zusammen. In Neu-Delhi und in den anderen Großstädten ist die Lage sehr dramatisch. Es fehlt an Krankenhausbetten, Sauerstoff und Medikamenten. Den Menschen zur Seite zu stehen steht im Fokus unserer Partnerorganisationen und deren Hilfsprogramme.

Corona - Hilfe in der Krise

Die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion sind auf vielfältige Weise von der Krise betroffen. Sie tun ihr Möglichstes, um weiter an der Seite der Menschen zu stehen und brauchen hierfür unsere Unterstützung.

Wir setzen deine Spende dort ein, wo sie in der Krise vor Ort am meisten benötigt wird.


In schwierigen Zeiten füreinander da sein

Februar 2021

Je länger die Corona-Krise die Welt in Griff hält, desto mehr verschwinden die Berichte über die Betroffenheit der Länder des Globalen Südens aus den Medien. Fest steht, die Pandemie hat die Situation vieler Menschen in den Projektländern drastisch verändert und mit ihr auch die Arbeit der Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion.


Corona 2021 – ein globaler Rundumblick

Die Corona Pandemie beherrscht nach wie vor unseren Alltag. In wenigen Wochen jährt sich der erste Lockdown – und wir stecken mitten im Dritten, ohne zu wissen, wann er vorbei ist. Aber wie ist die Situation in den Projektländern? Vor allen in Hinblick auf die Impfung, die ja für Europa der Silberstreif am Horizont ist. Ein Update.

Februar 2021

Lateinamerika

Die Corona-Pandemie wird Lateinamerika noch etwas länger im Griff haben als beispielsweise europäische Länder. Bisher haben Impfungen nur in Argentinien (mit dem russischen Vakzin Sputnik V) sowie in Mexiko, Chile und Costa Rica (alle mit Pfizer/BioNTech) begonnen.

Zwar haben einige Regierungen mittlerweile Impfstoffe bestellt, andere stecken aber noch immer in harten Verhandlungen. Es scheint ein weltweiter Wettlauf zwischen den Staaten stattzufinden, dem sich auch die lateinamerikanischen Länder beugen müssen. Immerhin lassen immer mehr Länder verschiedene Impfstoffe zu, wie Mexiko in diesen Tagen den von AstraZeneca. In Brasilien hat der Gesundheitsminister angekündigt, es wird am Tag X ausreichend Impfungen für alle geben. Es gibt aber keine Information, wann der Tag X sein könnte. Testmöglichkeiten gibt es nur privat. Spitalsbetten bleiben knapp. Aus ländlichen Gebieten z.B. Amazonas können Menschen nicht mehr in städtischen Spitälern aufgenommen werden, weil die Kapazitäten erschöpft sind.

Afrika

Hoffnung gibt die von der EU-Kommission, der Weltgesundheitsorganisation und Frankreich ins Leben gerufene COVAX-Initiative, welche dafür sorgen soll, dass alle Länder gleichberechtigten Zugang zu Corona-Impfstoffen haben. Ärmere Länder sollen auch finanziell unterstützt werden. 46 afrikanische Staaten können laut WHO darauf hoffen.

Angeblich hat COVAX Zugang zu 2 Milliarden Dosen Impfstoff, welche zwischen Ende Jänner und Mitte Februar an "die ärmsten Länder der Welt" verteilt werden sollten. Allerdings scheint die Finanzierung nicht sichergestellt zu sein, und daher könnte es bis 2024 (!) dauern, bis in Afrika flächendeckende Impfaktionen stattfinden können.

Herausfordernd wird die Lagerung der Impfstoffe - der Impfstoff von BioNTech-Pfizer muss ja  bei etwa -70 Grad gekühlt werden. Probleme, insbesondere im Bereich der Lagerung und Verteilung dieser Impfungen, sowie durch den Energiebedarf werden erwartet. Es gibt Bemühungen was die Herstellung von eigenen Impfstoffen angeht. Uganda führt bspw. bereits eigene Versuche durch.

Asien

Indien wird hat Mitte Jänner 2021 begonnen, mit AstraZeneca und eigenen Impfstoffen zu impfen. Zugleich gibt es auch eigene Impfstoffentwicklungen. Dies wird weltweit wohl neben China die größte Herausforderung einer Nation sein, 1.3 Mrd Menschen zu impfen. Zugleich sieht sich Indien als Apotheke der Welt - viele der Seren die in Europa verimpft werden kommen aus Indien und natürlich auch etliche Generika.

In Indien ebbt die erste Welle gerade ab. Von den Höchstzahlen Mitte September (an die 100.000 Infektionen am Tag) sind die Zahlen auf unter 10.000 Neuinfektionen/Tag gefallen. Die Gesamtzahl aller Infektionen liegt immer noch an 2. Stelle weltweit, bei den aktiven Fällen liegt Indien (zum Glück) weit hinter Ländern Europas.

Auf den Philippinen verhandelt die Regierung gerade darüber ins WHO Programm aufgenommen zu werden um sich auf diesen Weg Impfstoff zu sichern. Die Regierung hat mittlerweile angekündigt, dass im ersten Quartal 2021 fast 6 Millionen Impfdosen ankommen und verimpft werden.


COVID-Einblicke: Im selben Boot

Weiterhin steigen in vielen Ländern, in denen unsere Projektpartner/innen aktiv sind die Zahlen weiter rasant an. Berichte unserer Kolleginnen Angela Kemper, Eva Wallensteiner und Maria Pawelka. Kontakt: angela.kemper@dka.at eva.wallensteiner@dka.at maria.pawelka@dka.at

November 2020

Wenn wir unseren Blick über den Tellerrand heben, sehen wir, die Unterschiede zu Europa, zu Österreich sind gewaltig. Und doch gibt es Parallelen in den Ängsten, der Planungsunsicherheit und in dieser unsichtbaren Bedrohung, die sowohl die Menschen hier in Österreich wie auch unsere Projektpartner/innen rund um den Globus betreffen. Wir alle tragen Masken, wir alle versuchen soziale Kontakte zu minimieren, bangen um unsere Arbeitsplätze. Es wäre unangemessen Vergleiche anzustellen, denn in vielen Ländern des globalen Südens folgt auf den Kampf gegen die Corona-Pandemie ein neuer, alter Kampf: der gegen Hunger, gegen Unrecht und Gewalt, gegen die ungleichen Voraussetzungen in der Welt.

Wichtig ist es jetzt zusammenzustehen, denn für Hunger, Armut und die Pandemie gilt gleichermaßen: Gewinnen können wir den Kampf nur auf globaler Ebene. Und hierbei leisten nicht zuletzt unsere Sternsingerinnen und Sternsinger einen wichtigen Beitrag. Ihre Tour der Nächstenliebe ist heuer wichtiger denn je.

Wir trauern
Am 15. September 2020 ist unser unser langjähriger Projektpartner Balaraju Saravakota mit nur 53 Jahren an Covid-19 verstorben. Der Gründer der NGO “Nature” hat sich bis zu seinem Ende für die Rechte der Indigenen im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh eingesetzt. Balaraju hinterlässt eine Frau und 2 Söhne. Wie Balaraju waren und sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Partnerorganisationen seit dem Ausbruch der Pandemie rund um die Uhr im Einsatz. Einige von ihnen haben ihr Engagement mit dem Leben bezahlt. Wir möchten ihnen für diesen unermüdlichen Einsatz danken, ihr Andenken ehren und sie in unsere Gebete miteinschließen.



COVID 19: Die größte Herausforderung ist der Hunger

Einblicke in die Coronakrise weltweit – Projektreferent/innen der Dreikönigsaktion geben einen Überblick über die Auswirkungen der aktuellen Krise. 

August 2020

Durch die aktuelle Coronakrise hat sich die Situation vieler Menschen im Globalen Süden drastisch verändert und mit ihr auch die Arbeit der Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion. In vielen Ländern ist die größte Herausforderung mitunter nicht das Coronavirus, sondern die Suche nach ausreichend Lebensmitteln, um zu überleben. Im Beitrag erzählen Eva Wallensteiner, Clemens Koblbauer und Maria Pawelka von den aktuellen Herausforderungen in den Projektländern der Dreikönigsaktion und den Auswirkungen auf die Partnerorganisationen.

Die Coronakrise zeigt deutlich die ungleichen Voraussetzungen in der Welt. Während es in Europa im Schnitt 4000 Intensiv-Betten pro eine Million Einwohner gibt, gibt es für die gleiche Zahl Menschen in Afrika fünf. In vielen Ländern des globalen Südens folgt auf den Kampf gegen die Corona-Pandemie ein neuer, alter Kampf: der gegen den Hunger und die ungleichen Voraussetzungen in der Welt. Dabei kann auch Österreich seinen Beitrag leisten.

Mehr Berichte unserer Projektpartner/innen


Weitere Beiträge zur Corona-Situation bei unseren Projektpartner/innen findest du hier:

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