Recht auf Nahrung

Genug zu essen für alle!


„Dass heute, mitten im einundzwanzigsten Jahrhundert viele Menschen unter der Geißel des Hungers leiden, ist auf eine egoistische und schlechte Verteilung der Ressourcen zurückzuführen, auf eine 'Kommerzialisierung' der Lebensmittel."

Papst Franziskus

Jeder Mensch hat das Recht auf Nahrung

Jeder Mensch muss essen. Jeder Mensch hat das Recht auf Nahrung. Und doch kämpfen jeden Tag Millionen Frauen und Männer weltweit darum, dass ihre Kinder genug zu essen haben. Obwohl weltweit ausreichend Lebensmittel für die gesamte Weltbevölkerung produziert werden, geht ein Drittel der globalen Ernte verloren, indem sie verdirbt oder weggeworfen wird. Hunger und Mangelernährung sind für Milliarden von Menschen trauriger Alltag, das Recht auf Nahrung wird täglich milliardenfach verletzt. Das muss sich ändern!

Die Dreikönigsaktion unterstützt nachhaltige, kleinbäuerliche Landwirtschaft und einkommensschaffende Initiativen. Der Zugang zu Land und anderen Ressourcen wie Saatgut oder Wasser muss gerechter, ihre Nutzung nachhaltiger werden. Wir fordern und fördern faire Wirtschafts- und Handelsstrukturen sowie zukunftsfähige Lebensstile.

Eine Welt ohne Hunger ist möglich

Bis zum Jahr 2030 soll der Hunger besiegt sein. Das ist das erklärte Ziel der Vereinten Nationen. 2015 verabschiedete die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung – die SDGs, um das Leben aller Menschen bis 2030 dauerhaft zu verbessern. Ziel 2 ist „Zero Hunger“ und bedeutet nicht weniger, Hunger zu beenden, Ernährung zu verbessern, den Zugang zu Nahrungsmitteln und deren Verfügbarkeit zu sichern und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Das kann aber nur Wirklichkeit werden, wenn kleinbäuerliche Produktionssysteme massiv gestärkt werden und es zu einem grundlegenden Wandel der Agrar- und Ernährungspolitik weltweit kommt. Dafür tritt die Dreikönigsaktion gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen ein.

Kleinbäuer/innen ernähren die Welt

70 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel stammen aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Hirtenvölker, Fischer/innen, Bauern und Bäuerinnen sind die Bewahrer/innen der Biodiversität und garantieren nachhaltige und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Sie bieten zugleich Alternativen zur großflächigen industriellen Landwirtschaft.

Doch auf der ganzen Welt leiden Menschen unter Hunger oder Mangelernährung, weil Existenzgrundlagen von Kleinbäuer/innen durch die Konkurrenz der hochsubventionierten Agroindustrie zerstört werden, weil sie von ihren Ackerflächen vertrieben werden, weil ihr Boden, der ihre Familie über Generationen ernährt hat, durch Klimawandel oder Verschmutzung unfruchtbar geworden ist, weil auf den verbleibenden Flächen auf riesigen Monokulturen Futterpflanzen für die Tierzucht in Europa und den USA angebaut werden.