Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten

Credit: Roland Brockmann / MISEREOR

Foto: Roland Brockmann / MISEREOR

Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten


In dieser Mine in der Demokratischen Republik Kongo werden Kassiterit und Coltan abgebaut. Über globale Lieferketten finden die bergehrten Rohstoffe auch in unsere schicken elektronischen Geräte. Geht das ohne Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen?

Studie stellt Handlungsoptionen zu Rohstoffen vor

Die Studie Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten stellt politischen Entscheidungsträgerinnen praktische Handlungsoptionen vor. Die ausreichende und gesicherte Versorgung mit Rohstoffen gilt als eine zentrale Zukunftsfrage für die heimische Industrie. Wirtschaftsräume sehen sich in einem Wettbewerb um den Zugang zu Rohstoffen. So formulieren auch die EU und Österreich entsprechende Strategien und setzen das Thema weit oben auf die politische und diplomatische Agenda. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Rohstoffabbaus in Ländern des Globalen Südens sind jedoch vielfach verheerend. Es kommt zu Zwangsumsiedlungen,  Kinder- und Zwangsarbeit, Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger/innen und Umweltaktivist/innen, Verschmutzung und Übernutzung von Wasserressourcen, Landkonflikten etc. Freiwillige Instrumente wie Zertifizierungsinitiativen, unternehmensinterne Verhaltensrichtlinien, Leitsätze internationaler Institutionen allein  sind nicht geeignet, diesen systematischen Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu bereiten. Die vorliegende Studie macht daher Vorschläge, wie in Österreich und der EU konkrete Schritte für verbesserten und verbindlichen Menschenrechtsschutz in Rohstoff-Lieferketten gesetzt werden können.

Schulungsraum mit zahlreichen Computern und Bildschirmen.

Durch soziale und ökologische Kriterien in entsprechenden Ausschreibungen kann die öffentliche Hand einen Hebel für Verbesserungen in Rohstoff-Lieferketten ansetzen. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de