Sternsingertour planen

Drei verkleidete Sternsinger_innen mit Masken gehen im Schnee vor einer Ziegelwand. Ein Sternsinger hat einen bunten Pappelefanten dabei. Eine Sternsingerin trägt den Stern.

Foto: Paul Feuersänger

Hier findest du Infos dazu, was es bei der Organisation der Sternsingeraktion zu beachten gibt, wie du das Sternsingen in Firmen, Lokalen oder Ähnlichem organiseren kannst und wie du Herausforderungen aktiv entgegentrittst. 

In 10 Schritten zu einer gelungenen Sternsingeraktion

1. Teamarbeit

Unterstützung bei Haupt- und Ehrenamtlichen erfragen, Aufgaben verteilen. Bei neuer Übernahme der Organisation die Verantwortlichen des Vorjahres einbeziehen. Bei Unklarheiten das Jungscharbüro der Diözese kontaktieren.

2. Printmaterialien bestellen

Flugzettel, Plakate, usw. findest du hier zum Bestellen bei deinem diözesanen Jungscharbüro. 

3. Zeiten fixieren

Bitte überlegen, an welchen Tagen heuer die meisten Menschen zu Hause erreicht werden (wegen Feiertagen, Arbeit, Freizeitprogramm, Urlaub). Die Zeiten können auch am Sternsingerplakat, im Pfarrbrief und Lokalmedien und auf Infotafeln in Häusern angekündigt werden. Zeitliche Optionen sind:

  • Vormittags eher Büros, Geschäfte, Bahnhof, Arztpraxen
  • … und nachmittags eher Häuser/Wohnungen
  • In „Sternsinger-freundlichen“ Gebieten zu günstigen Zeiten
  • Abends mit älteren Kindern und Jugendlichen
  • 7./8. Jänner 2023 (evtl. mehr Kinder und Besuchte da)

4. Routen festlegen

Die Frage ist, welche Routen sich bewährt haben, ob es Änderungen zum Vorjahr z.B. durch neue Siedlungsgebiete gibt.

  • Viele Pfarren nutzen im Internet verfügbaren Geodaten (je nach Bundesland unterschiedlich).
  • Bei Firmen, Seniorenheim, Ämtern, Redaktionen, … bitte rechtzeitig Kontakt herstellen und Termine vereinbaren
  • An Routenplanung ist oft Verpflegung gekoppelt: Bei Familien, in der Pfarre, Sponsoring von Gasthaus, Lunchpakete

5. Sternsinger*innen und Begleitpersonen einladen

Tipps, um Menschen aus deiner Pfarre zum Sternsingen zu motivieren und einzuladen findest du hier.

6. Materialien zum Sternsingen überprüfen

Bitte Gewänder, Kronen, Sterne und Kassen rechtzeitig kontrollieren und evtl. Reparaturen oder neues Material organisieren. Schnitte für Gewänder/Kronen und Bauanleitungen für Kassen bzw. Sterne findest du hier

7. Lieder und Sprüche auswählen

Sternsingerlieder und -sprüche findest du hier, auch als MP3 zum Anhören und Vorspielen. Manche Pfarren schicken das gewählte Lied mit anderen Infos digital an die Sternsinger*innen aus.

8. Vorbereitung der Beteiligten

Hier findest du Infos zur Vorbereitung der Sternsinger*innen und der Begleitpersonen.

Auch wenn persönliche Begegnung und Gemeinschaft das Sternsingen so besonders macht, können digitale Maßnahmen die Organisation erleichtern: Über Social Media zum Sternsingen einladen; Anmeldung per E-Mail; „Vorbereitungspaket“ mit Lied als MP3, Youtube-Link zu Sternsingerfilm und Info zu Organisatorischem; Info und Absprache über Videokonferenzen.

9. Sternsingen gehen

Weihnachtliche Friedensbotschaft bringen und für Menschen in Armutsregionen der Welt zum Segen werden.

10. Engagement würdigen und Spenden einzahlen

Auch die Nachbereitung der Aktion ist wichtig. Dazu zählt zum Beispiel die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements oder auch die Einzahlung der Spenden

Fragen zum traditionellen Sternsingen

Haben wir alles, was wir brauchen?

Für das Sternsingen ist einiges an Material nötig: Gewänder, Kronen, Sterne, Kassen. Ist alles ausreichend vorhanden und in gutem Zustand? Werden z. B. neue Gewänder benötigt, ist das frühzeitig zu planen (siehe Schnittmustermappe). Sternsingerkassen können selbst gebaut werden - wir haben dafür Bauanleitungen für vier Varianten. Auch die gedruckten Unterlagen zur Sternsingeraktion sollten rechtzeitig verfügbar sein: Sind genug Unterlagen vorhanden? Muss etwas beim diözesanen Jungscharbüro nachbestellt werden?

Wann sind die besten Zeiten für das Sternsingen?

An welchen Tagen und Zeiten erreichen wir die meisten Menschen zu Hause? Das kann jedes Jahr (wegen der Feiertage) und in jeder Pfarre anders sein. Bitte die Zeiten (Tage, Uhrzeiten) für das Sternsingen gut überlegen und Erfahrungen der Vorjahre einbeziehen. 

Tipps aus den Pfarren:

  • In „sternsingerfreundlichen“ Gebieten zu günstigen Zeiten 

  • Vormittags eher Büros, Geschäfte, Bahnhof, Arztpraxen etc. und nachmittags Privathaushalte besuchen

  • Abends mit älteren Kindern und Jugendlichen, z.B. in Lokalen und Restaurants

  • Auch nach dem 6. Jänner gehen (liturgisch erlaubt!), wenn die Leute, aber auch viele Sternsingerkinder, wieder aus dem Urlaub zurück sind.

  • Möglichkeit anbieten, bei Abwesenheit Sternsingergruppe nachträglich zu „bestellen“ (über eine Telefon-Hotline)

  • Zeiten gut sichtbar ankündigen: Sternsingerplakat zum Ausfüllen, Pfarrbrief, „Schwarze Bretter“ in Häusern, Lokalmedien 

Was sind die besten Sternsingerrouten?

Welche Routen haben sich bewährt? Gibt es Änderungen zum Vorjahr? Die Einteilung der Routen ist wichtig, vor allem wenn neue Siedlungsgebiete dazu kommen oder Pfarren zusammengelegt werden. Viele Pfarren nutzen dafür im Internet verfügbare Geodaten (je nach Bundesland unterschiedlich). Hierfür gibt es auch die Sternsingen-App, mit der ganz einfach Routen auf einer Karte eingetragen werden und am Smartphone dann abgerufen werden können. Nicht vergessen, auch Stationen für Pausen und Verpflegung einzuplanen!

Abseits der Routen zu Privathaushalten ist es oft sinnvoll, die Menschen dort aufsuchen, wo sie sich befinden, z. B. an den Arbeitsstätten, in Geschäften, in Einkaufszentren, Bürohäusern, an touristischen Orten, in der Gastronomie, etc.

Was tun, wenn niemand zu Hause ist?

Dann bitte den Flugzettel mit Erlagschein (wenn vorhanden, auch den Segenskleber) in ein Sternsingerkuvert stecken und im Postkasten hinterlegen. Die Materialien bitte nicht vor die Türe legen (außer die Begleitperson weiß, dass dies - wegen Signal an potentielle Einbrecher/innen - unproblematisch ist).

Kein Bargeld?

Wenn jemand spenden möchte, aber kein Bargeld zu Hause hat, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Mit Zahlschein oder über Kontonummer auf dem Flugzettel überweisen
  • Online auf www.sternsingen.at/spenden
  • Mit QR-Code (auf dem Flugzettel und auf dem Sternsingerausweis) auf die Online-Spendenseite kommen.

Sternsingen bei Firmen

Sowohl Firmenleitungen als auch die Belegschaft empfangen die Heiligen Könige oft gerne. Wegen der Weihnachtsurlaube findet das öfter auch erst nach dem 6. Jänner statt. Auf jeden Fall muss vorher angefragt (telefonisch und per Brief), ein Termin vereinbart und der Ablauf besprochen werden.

Sternsingerbesuche in Firmen laufen meist so ab, dass die Sternsinger*innen zuerst bei der Geschäftsführung singen und dann weiter zu den Mitarbeiter*innen gehen, oder der Auftritt findet gleich vor der versammelten Belegschaft statt. Oft halten auch Geschäftsführung und Sternsingerverantwortliche*r ein kurzes Statement. 

Neben den Spenden der Mitarbeiter*innen gibt es oft auch eine größere Firmenspende, für die ein Beleg benötigt wird (Hinweis auf steuerliche Absetzbarkeit!).

Besuch in öffentlichen Einrichtungen

Auch Krankenhaus, Seniorenheim, Sozialeinrichtungen, Gemeindeamt, Feuerwehr, Rettung und Polizei empfangne gerne eine königliche Delegation.

Im Vorfeld mit der Leitung einen Termin vereinbaren und den Ablauf kurz absprechen. Es bietet sich an, mit mehreren Gruppen zu gehen, damit es für eine Gruppe nicht zu anstrengend wird. Die Sternsingerkinder sollten auch auf die konkrete Situation, z. B. kranke Menschen, vorbereitet werden.

Die spezielle Tour durch Abendlokale

Ein besonderes Erlebnis für Jugendliche (und Erwachsene) ist die Sternsingertour durch die abendliche/nächtliche Lokalszene. Mit der Zustimmung des Chefs/der Chefin kann die Musik abgedreht und dann Lieder und Sprüche präsentiert, Flugzettel verteilt und Spenden gesammelt werden (idealerweise mit mehreren Kassen).

Veranstaltungen und öffentliche Plätze

Der Segen wird auch an vielen Orten verkündet, wo Menschen nach Weihnachten zusammentreffen – bei Sport- und Kulturveranstaltungen, Nach-Weihnachtsmärkten und Silvesterfeiern, bei der Krippenschau oder anderem Brauchtum, aber auch in Einkaufsstraßen und -zentren, vor Geschäften, in Fußgängerzonen oder am Hauptplatz, in Büros, Bushaltestellen oder Bahnhöfen (v.a. zu Pendlerzeiten), Cafés und Gasthäusern, vor Fabriken beim Schichtwechsel, …

Sternsingen in Tourismusregionen

Für Wintertourist*innen ist das Sternsingen als österreichisches Brauchtum eine echte Attraktion. Beim Sternsingerauftritt können auch - zusätzlich zum Sternsingerflugzettel (in verschiedenen Sprachen hier zum Download) - fremdsprachige Infoblätter (auf unserem Dateiserver) über das Sternsingen in mehreren Sprachen verteilt werden.

Der Besuch in Hotels und Pensionen erfolgt in Absprache mit den Besitzer*innen (eher in der Früh oder am Abend). In Skihütten und Gaststätten ist die Mittagszeit passend -  am Abend gehen Jugendliche/Erwachsene oft noch in die Après-Ski-Lokale. Sternsingergruppen wurden auch schon öfters auf Skiern und vor den Liftkassen gesehen.

Bei Menschen die eine andere Sprache sprechen

Die Segenswünsche für das neue Jahr werden oft auch Menschen überbracht, die eine andere Sprache sprechen, einen anderen religiösen und kulturellen Hingrund haben und das Sternsingen nicht kennen - in Wohnungen, Geschäften, Kulturvereinen. Zusätzlich zum Sternsingerflugzettel (in verschiedenen Sprachen hier zum Download) gibt es fremdsprachige Infoblätter (auf unserem Dateiserver) als Kopiervorlage (A5 doppelseitig, in 10 Sprachen), um das Sternsingen zu erklären.

In der Schule

Im neuen Jahr mit einer/mehreren Sternsingergruppe/n allen Klassen den Segen für das neue Jahr bringen (natürlich nur, wenn von der Direktion erwünscht). Zuvor können die Eltern mit einem Brief informiert und um eine Spende gebeten werden. Sehr nett ist dann auch der C+M+B-Segenspruch über allen Klassenzimmern. So ein Besuch ist auch Werbung für das Mitmachen bei der kommenden Sternsingeraktion.

Niemand zu Hause?

Dann bitte Sternsingerflugzettel, Zahlschein, CMB-Segenskleber (und eventuell Pfarrinfo und eventuell alles im Sternsingerkuvert) im Postkasten hinterlegen. Bitte nicht vor die Türe legen (außer die Begleitperson weiß, dass dies - bezüglich Signal an potentielle Einbrecher*innen - unproblematisch ist).


Die „Sternsingerpost" ist da!

CMB-Segenskleber, Flugzettel und Zahlschein in Kuverts verteilen und evtl. mit einem Brief eine Grußbotschaft der Pfarre oder kleine Bastelgeschenke mitgeben. Die „Sternsingerpost“ kann mit „klassischem“ Sternsingen kombiniert werden: In einem Teil des Pfarrgebietes wird der Segen persönlich überbracht, im anderen Teil wird „Sternsingerpost“ verteilt.

Info in Pfarrblatt und auf -website

Die Menschen im Pfarrgebiet können auch mit einem Artikel zur Sternsingeraktion und der Beilage von Zahlschein, Flugzettel und CMB-Segenskleber im Pfarrblatt erreicht werden. Außerdem ist es nützlich, die Infos auf die Pfarrwebsite zu geben und auf die Spendenseite der Sternsingeraktion zu verlinken. 

Sternsingen an belebten Orten

Den Menschen dort „ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, wo sie sich im Alltag aufhalten, z.B. in Einkaufsstraßen und -zentren, vor Geschäften, in Fußgängerzonen oder am Hauptplatz, in Büros, Bushaltestellen oder Bahnhöfen (v.a. zu Pendlerzeiten), Cafés und Gasthäuser, vor Fabriken beim Schichtwechsel, … Die Orte und Termine können in Pfarr- und Lokalmedien auch angekündigt werden.

Das „Platzsingen"

Bei einem großen Siedlungsgebiet – oder einem ganz neuen als „Willkommens-Empfang“ - veranstalten manche Pfarren ein „Platzsingen“: Die Leute werden zu festgelegter Zeit an einen Begegnungsort eingeladen (mit Plakaten, Infozetteln, Ankündigungen am „Schwarzen Brett“ und in Medien, …). Dort gibt es dann ein kleines „Programm“, z.B. mit Sternsingerliedern, Infostand, Tee und Keksen oder mit Blasmusik des Ortes.

Zahlscheine und Spendenboxen

Manche Pfarren legen CMB-Segenskleber, Infomaterial und Zahlscheine in Geschäften, der Post, der örtlichen Bank oder dem Gemeindeamt auf, teilweise wurden auch „Heilige Könige“ aus Holz getischlert oder Sternsingerkassen aufgestellt (nur wenn die Spenden sicher übermittelt werden können).

Kooperation von Pfarren

Wenn sich zu wenig Kinder melden kann man bei benachbarten Pfarren anfragen, ob sie Teile des Pfarrgebietes übernehmen könnten (auch umgekehrt, wenn man mit Kindern bei der Nachbarpfarre aushelfen kann). Oft helfen auch Jugendliche oder Erwachsene beim Sternsingen mit.

Sternsingen auf Bestellung

Möglichkeit schaffen, eine Sternsingergruppe zu sich nach Hause zu bestellen. In Messen, im Pfarrbrief, auf dem „Schwarzen Brettern“ der Wohnhäuser oder auf Infozetteln (z.B. in die Postkästen) rechtzeitig ankündigen (mit Anmeldemöglichkeit). Ist auch sinnvoll als Angebot für Personen und Familien, die bei der normalen Sternsingertour auf Urlaub waren.

Kein Bargeld?

Wenn jemand spenden möchte, aber kein Bargeld zu Hause hat, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Mit Zahlschein oder über Kontonummer auf dem Flugzettel überweisen
  • Online auf der Spendenseite der Sternsingeraktion
  • Mit QR-Code (auf dem Flugzettel und auf dem Sternsingerausweis) auf die Onlinespenden-Seite kommen