Recht auf Nahrung

auf einer offenen Hand werden Reiskörner gezeigt und in der zweiten Hand wird ein Bund der Reispflanze gehalten

Saatgut ist die Quelle des Lebens

Genug zu essen für alle!


„Dass heute, mitten im einundzwanzigsten Jahrhundert viele Menschen unter der Geißel des Hungers leiden, ist auf eine egoistische und schlechte Verteilung der Ressourcen zurückzuführen, auf eine 'Kommerzialisierung' der Lebensmittel."

Papst Franziskus

Eine Welt ohne Hunger und Mangelernährung ist möglich

Jeder Mensch hat das Recht auf Nahrung. Und doch sind Hunger und Mangelernährung für Milliarden von Menschen trauriger Alltag, obwohl weltweit ausreichend Lebensmittel für die gesamte Weltbevölkerung produziert werden.. Das muss sich ändern!

Bis zum Jahr 2030 soll der Hunger besiegt sein, so das erklärte Ziel der Vereinten Nationen. 2015 verabschiedete die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung – die SDGs, um das Leben aller Menschen bis 2030 dauerhaft zu verbessern. Ziel 2 ist „Zero Hunger“ und bedeutet nicht weniger als Hunger zu beenden, Ernährung zu verbessern, den Zugang zu Nahrungsmitteln und deren Verfügbarkeit zu sichern und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Für einen Wandel der Agrar- und Ernährungspolitik

Das kann aber nur Wirklichkeit werden, wenn es zu einem grundlegenden Wandel der Agrar- und Ernährungspolitik weltweit kommt. Dafür tritt die Dreikönigsaktion gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen ein. Wir unterstützen nachhaltige, kleinbäuerliche Landwirtschaft und einkommensschaffende Initiativen. Der Zugang zu Land und anderen Ressourcen wie Saatgut oder Wasser muss gerechter, ihre Nutzung nachhaltiger werden. Wir fordern und fördern faire Wirtschafts- und Handelsstrukturen sowie zukunftsfähige Lebensstile.

Kleinbauern und -bäuerinnen ernähren die Welt

Ein großer Teil der weltweit produzierten Nahrungsmittel stammt aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Durch große Vielfalt im Anbau und der Nutzung natürlicher Kreisläufe von Ökosystemen sind Kleinbauern und -bäuerinnen Bewahrer/innen der Umwelt und Biodiversität. Aufgrund ihrer intensiveren Arbeitskraft pro Fläche können sie produktiver sein als viele Monokulturen.

Dennoch wurden Kleinbäuer/innen über viele Jahrzehnte marginalisiert und ihrer Existenzgrundlagen beraubt . Die sogenannte „Grüne Revolution“ der 1960/70er Jahre führte zu einer Fokussierung auf die industrielle Landwirtschaft. Die prekäre Situation vieler Bauern und BäuerInnen und anderer Menschen im Nahrungssystem, die Verschlechterung von Böden, Stickstoff- und Phosphatverschmutzung, die Biodiversitätskrise und der Klimawandel zeigen uns allerdings, dass es so nicht weitergehen kann.

Die Dreikönigsaktion setzt sich für Agrarökologie und die Rechte von Kleinbäuer/innen ein und leistet damit einen Beitrag zur Transformation unserer Nahrungssysteme: Hin zu einer Landwirtschaft im Einklang mit dem Ökosystem, fairem Handel und einer gerechten Aufteilung von Kosten und Nutzen innerhalb von Lieferketten.