Ghana: Bildung statt Ausbeutung im Bergbau
Damit Kinder sicher lernen können
Wo der Bergbau Lebensräume zerstört, bauen wir Brücken in die Schule. Unterstützen Sie unsere Partnerin Hannah Owusu-Koranteng und ihre Organisation WACAM dabei, Kindern in Ghana vor dem Risiko zu schützen, in einer Goldmine zu landen.
WACAM: Ein Fels in der Brandung für Kinderrechte
Hannah Owusu-Koranteng erlebte als junge Frau, wie der Goldabbau Ghana veränderte. Sie kannte die damit verbundenen Hoffnungen, das Land endlich zu entschulden. Doch beobachtete sie auch hautnah, wie rücksichtslos Bergbau-Konzerne die Lebensgrundlagen ganzer Dörfer vernichtet.
Sie wollte nicht länger zusehen, wie Kleinbäuer*innen entrechtet und übervorteilt wurden, wie die Zukunft der Kinder unter Staub und Schutt begraben werden. Gemeinsam mit ihrem Mann Daniel gründete sie vor fast 30 Jahren WACAM (Wassa Association of Communities Affected by Mining) und tun etwas Mutiges und Entscheidendes: Sie geben den Menschen ihre Stimme zurück.
Das Team von WACAM stärkt die Gemeinden darin, ihre Rechte gegenüber Bergbaukonzernen einzufordern. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Dorfältesten erwirken sie nachhaltige Lösungen:
- Verlässliche Schulbusse: Durch den Druck der Gemeinde werden Verträge mit Busunternehmen durchgesetzt, damit sie Kinder sicher und pünktlich zur Schule bringen.
- Kinderschutz: WACAM bildet Kinderschutz-Beauftragte aus, die aufpassen, dass Kinder lernen können und nicht im Bergbau verschwinden.
- Starke Gemeinschaften: Eltern, Lehrer und Dorfälteste schließen sich zusammen, um ihre Rechte einzufordern und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Stellen Sie sich vor: Bereits Vorschulkinder müssen den Schulweg selbständig bewältigen. Dieser führt aber nicht über sichere und kurze Wege, sondern auf langen, beschwerlichen und unsicheren Straßen durch ein Land, das der rücksichtslose Bergbau zerfurcht und zerklüftet hat. Wo früher fruchtbare Felder und Wälder waren, klaffen heute tiefe Gruben.
Für die Bergbau-Gemeinden im Süden Ghanas bedeutet das:
- Gefährliche Wege: Schwere Laster verwandeln die Straßen in zerfurchte Pisten, die bei Regen unpassierbar werden.
- Erschöpfung schon vor Sonnenaufgang: Viele Kinder müssen noch in der Dunkelheit aufbrechen, um rechtzeitig zur nächsten Bushaltestelle zu gelangen. Oft dauert der Fußmarsch eine Stunde.
- Die grausame Wahl: Fällt der Schulbus aus oder bleibt er im Schlamm stecken, stehen die Kinder vor der Entscheidung: Stundenlang weiter durch gefährliches Gelände wandern? Oder umkehren?
Lernen wird unter diesen Bedingungen zu einer täglichen Herausforderung. Wer zu oft zu Hause bleibt oder umkehrt, verliert den Anschluss. Viele Kinder brechen deshalb die Schule ab. Doch ohne Bildung bleibt nur die ausbeuterische Arbeit im Bergbau, um zu überleben.
