Ghana: Bildung statt Bergbau
Damit Kinder sicher lernen können
Wo der Bergbau Lebensräume zerstört, bauen wir Brücken in die Schule. Unterstützen Sie unsere Partnerin Hannah Owusu-Koranteng und ihre Organisation WACAM dabei, Kindern in Ghana vor dem Risiko zu schützen, in einer Goldmine zu landen.
Stellen Sie sich vor: Bereits Vorschulkinder müssen den Schulweg selbständig bewältigen. Dieser führt aber nicht über sichere und kurze Wege, sondern auf langen, beschwerlichen und unsicheren Straßen durch ein Land, das der rücksichtslose Bergbau zerfurcht und zerklüftet hat. Wo früher fruchtbare Felder und Wälder waren, klaffen heute tiefe Gruben.
Für die Bergbau-Gemeinden im Süden Ghanas bedeutet das:
- Gefährliche Wege: Schwere Laster verwandeln die Straßen in zerfurchte Pisten, die bei Regen unpassierbar werden.
- Erschöpfung schon vor Sonnenaufgang: Viele Kinder müssen noch in der Dunkelheit aufbrechen, um rechtzeitig zur nächsten Bushaltestelle zu gelangen. Oft dauert der Fußmarsch eine Stunde.
- Die grausame Wahl: Fällt der Schulbus aus oder bleibt er im Schlamm stecken, stehen die Kinder vor der Entscheidung: Stundenlang weiter durch gefährliches Gelände wandern? Oder umkehren?
Lernen wird unter diesen Bedingungen zu einer täglichen Herausforderung. Wer zu oft zu Hause bleibt oder umkehrt, verliert den Anschluss. Viele Kinder brechen deshalb die Schule ab. Doch ohne Bildung bleibt nur die ausbeuterische Arbeit im Bergbau, um zu überleben.
WACAM: Ein Fels in der Brandung für Kinderrechte
Hannah Owusu-Koranteng erlebte als junge Frau, wie der Goldabbau Ghana veränderte. Sie kannte die damit verbundenen Hoffnungen, das Land endlich zu entschulden. Doch beobachtete sie auch hautnah, wie rücksichtslos Bergbau-Konzerne die Lebensgrundlagen ganzer Dörfer vernichtet.
Sie wollte nicht länger zusehen, wie Kleinbäuer*innen entrechtet und übervorteilt wurden, wie die Zukunft der Kinder unter Staub und Schutt begraben werden. Gemeinsam mit ihrem Mann Daniel gründete sie vor fast 30 Jahren WACAM (Wassa Association of Communities Affected by Mining) und tun etwas Mutiges und Entscheidendes: Sie geben den Menschen ihre Stimme zurück.
Das Team von WACAM stärkt die Gemeinden darin, ihre Rechte gegenüber Bergbaukonzernen einzufordern. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Dorfältesten erwirken sie nachhaltige Lösungen:
- Verlässliche Schulbusse: Durch den Druck der Gemeinde werden Verträge mit Busunternehmen durchgesetzt, damit sie Kinder sicher und pünktlich zur Schule bringen.
- Kinderschutz: WACAM bildet Kinderschutz-Beauftragte aus, die aufpassen, dass Kinder lernen können und nicht im Bergbau verschwinden.
- Starke Gemeinschaften: Eltern, Lehrer und Dorfälteste schließen sich zusammen, um ihre Rechte einzufordern und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
“Wir werden die Gemeinschaften weiterhin stärken, Bündnisse schmieden und uns an die sich wandelnden Gegebenheiten anpassen. So wird WACAM auch in Zukunft eine starke Stimme für Gerechtigkeit bleiben.“
Kwaku Afari hat die Staffel von Hannah und David Owusu-Koranteng übernommen und leitet heute WACAM.
Wir helfen 365 Tage im Jahr – Warum Ihre Spende sicher ist
Viele kennen die Dreikönigsaktion vor allem vom Sternsingen im Jänner. Doch unsere Arbeit für eine gerechte Welt endet nicht mit dem Besuch von Kaspar, Melchior und Balthasar. Hinter der Dreikönigsaktion steht die Katholische Jungschar Österreichs, die sich Tag für Tag für die Bewahrung der Schöpfung und ein Gutes Leben für alle einsetzt.
Deshalb setzen wir auf "Goldene Zeiten für alle":
- Ganzheitlicher Ansatz: Wir bekämpfen Kinderarbeit gemeinsam mit Partner*innen vor Ort und leisten gleichzeitig Bildungsarbeit in Österreich. Wir zeigen auf, dass es Alternativen zu herkömmlichem Gold gibt – von Recycling-Gold bis zu ethischen Geldanlagen.
- Partner*innenschaft auf Augenhöhe: Wir arbeiten langfristig mit unseren Partner*innen vor Ort (z.B. WACAM) zusammen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Menschenrechte vor Profitinteressen stehen.
- Transparenz: Ihre Spende wird wirksam und verantwortungsvoll eingesetzt. Als Trägerin des Spendengütesiegels garantieren wir höchste Standards.
Verlässlich. Transparent. Wirksam.
Fakten und Hintergründe
Warum ist der Schulweg in Ghana für Kinder aus Bergbau-Regionen so gefährlich?
Durch den intensiven Goldbergbau wurden viele natürliche Lebensgrundlagen zerstört. Die Wege zu den Schulen sind oft lang, ungesichert und führen durch unwegsames Gelände. Wenn Schulbusse unzuverlässig sind, müssen Kinder stundenlange Fußmärsche auf sich nehmen, was zu Erschöpfung und Schulabbruch führt.
Wie hilft die Organisation WACAM den Kindern vor Ort?
WACAM (Wassa Association of Communities Affected by Mining) stärkt die Rechte der lokalen Gemeinschaften. Die Organisation baut Kinderschutz-Komitees in Schulen auf und unterstützt Gemeinden dabei, Verträge mit Busunternehmen zu schließen, um einen sicheren Schulweg zu garantieren.
Sind Schulbusse wirklich die Lösung?
Ein verlässlicher Bus ist oft der entscheidende Unterschied zwischen einem Schultag und einem Arbeitstag in der Mine. Wenn der Weg zu gefährlich oder zu weit ist, geben viele Kinder auf. WACAM sorgt dafür, dass Unternehmen und Behörden ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Barrieren abbauen.
Was passiert, wenn Kinder in Ghana die Schule abbrechen?
Ohne Schulbildung landen viele Kinder in illegalen Minen, um zum Familieneinkommen beizutragen. Diese Arbeit ist lebensgefährlich und ausbeuterisch. Unser Ziel ist es, durch Bildung und sichere Schulwege den Kreislauf der Kinderarbeit zu durchbrechen.
Was bewirkt meine Spende konkret gegen Kinderarbeit?
WACAM setzt an der Wurzel an. Wenn der Schulweg sicher ist und Gemeinschaften ihre Lebensgrundlagen (Boden, Wasser) gegen rücksichtslosen Bergbau verteidigen können, haben Kinder die Chance auf Bildung. Bildung ist der einzige Weg, um den Kreislauf aus Armut und Ausbeutung dauerhaft zu durchbrechen.
Wie wird meine Spende für die Kinder in Ghana verwendet?
Ihre Spende kommt z.B. unserer Partner*innen-Organisation WACAM zugute. Damit finanzieren unsere Partner*innen unter anderem die Organisation von Schulbussen, die Ausbildung von Kinderschutz-Beauftragten und die Aufklärungsarbeit in den Gemeinden.
Muss es Gold sein? Was hat das mit der Kirche zu tun?
Gold hat in der christlichen Tradition einen hohen Stellenwert, etwa bei liturgischen Geräten. Doch Papst Franziskus erinnert uns daran, dass unser Lebensstil die Armen nicht ausschließen darf. Die Dreikönigsaktion regt daher dazu an, die „Schattenseiten des Goldes“ kritisch zu hinterfragen und z. B. bei Geschenken zur Firmung oder Eheringen auf nachhaltige Materialien oder Recycling-Gold zu setzen. Mehr dazu können Sie auf unserer Seite zu “Gold und Kirche” erfahren.
Wie kann ich mich über ethisches Gold informieren?
Wir bieten umfangreiche Materialien wie das Factsheet „Muss es Gold sein?“ an. Dort erfahren Sie mehr über Handlungsalternativen, den Verzicht auf physisches Gold als Wertanlage (gemäß den Richtlinien der Österreichischen Bischofskonferenz) und Tipps für faires Kunsthandwerk.
Haben Sie Fragen zu unseren Hilfsprojekten?
Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos zu diesem Projekt, oder wie Hilfe unter gutem Stern in rund 500 Projekten rund um den Globus Menschen bei dem Aufbau einer besseren Zukunft unterstützt. Kontaktieren Sie uns bitte.
