Nepal: nach der Flut
Namaraj Silwal berichtet aus Nuwakot
Die Flut hat in Teilen Nepals Häuser, Straßen, Felder und andere Infrastruktur zerstört. Unser langjähriger Projektpartner Namaraj Silwal stammt selbst aus der schwer betroffenen Region Nuwakot. Wenige Tage nach der Katastrophe war er vor Ort. Er berichtet von zerstörten Orten, traumatisierten Menschen – und davon, was jetzt und in den kommenden Monaten gebraucht wird.
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Am frühen Morgen des 28. August macht sich Namaraj Silwal von Kathmandu auf den Weg nach Nuwakot. Rund drei Stunden später erreicht er die Region, aus der er selbst stammt. Zuerst besucht er seine Eltern.
Seine Familie ist wohlauf. Doch auch in ihrem Umfeld sind die Schäden enorm. Wenige Tage nach der Katastrophe besucht unser langjähriger Projektpartner gemeinsam mit lokalen Ansprechpartnerinnen die betroffenen Gemeinden, spricht mit Menschen vor Ort, besucht eine Notunterkunft und nimmt an Koordinierungsgesprächen mit Vertreterinnen von Schulen, Hilfsorganisationen und Behörden teil.
„Die Menschen sind stark traumatisiert“
Die Situation ist zu diesem Zeitpunkt noch unübersichtlich. Rettung und unmittelbare Nothilfe haben Vorrang. Manche abgelegenen Gebiete sind weiterhin schwer erreichbar, Kommunikation und Transport sind vielerorts schwierig. Verlässliche Daten über die Zahl der Betroffenen und ihren konkreten Bedarf fehlen noch.
Viele Menschen haben ihre Häuser verlassen. Manche leben vorübergehend bei Verwandten, andere sind nach Kathmandu gegangen.
Allein in Dhunge Bazar wurden laut Namarajs Beobachtungen rund 100 Häuser beschädigt oder weggeschwemmt. Reisfelder am Flussufer wurden zerstört, Straßen sind unterbrochen. Auch an anderen Orten wurden Häuser und öffentliche Infrastruktur schwer beschädigt oder weggerissen.
Namaraj arbeitet beim Social Work Institute (SWI) und begleitet als langjähriger Projektpartner die Arbeit der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar in Nepal.
